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Vereinsnachrichten

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 03.08.2009

Mai 2009

03.05.: In seinem Grußwort auf dem Festabend anläßlich des 60-jährigen Beste-hens des Bundesverbandes des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV) kündigte der Geschäftsbereichsleiter Philatelie der Deutschen Post, Christian Faißt, Sondermar-ken von der Rolle an. Die fehlende Vernetzung der immer zahlreicher werdenden Postpoints ist der Grund dafür, denn dadurch können dort keine Digitaldrucker eingesetzt werden, die Label mit der benötigten Wertstufe direkt ausdrucken. Deshalb setzt der Schalterbereich in den Postpoints verstärkt auf Briefmarken und läßt neue Rollenspender entwickeln, die auch Sondermarken von der Rolle aufnehmen können. Anfang November sollen die ersten Sondermarken von der Rolle herauskommen. Sie werden naßklebend und vierseitig gezähnt sein; auf jeder 5. Marke befindet sich rückseitig eine Zählnummer. Parallel, und das ist für die Sammler wichtig zu wissen, erscheinen die Rollenmarken auch als Bogenversion und sind als solche nicht nur bei der Niederlassung Philatelie in Weiden, sondern auch an den Postschaltern erhältlich!

03.05.: Am 4. Juni, dem Erstausgabetag der naßklebenden 55-Cent-Sondermarke "2000 Jahre Varusschlacht", gibt die Deutsche Post auch eine selbstklebende Version in einem Maxi-Set zu 20 Stück heraus. In diesem Klapp-Set sind die Marken um ein Foto des Hermannsdenkmals in Detmold herum gruppiert. Der Verkaufspreis beträgt 11 Euro.

03.05.: Die Niederlassung Philatelie bietet ab sofort, d. h. ab dem 1. Quartal 2009 rückwirkend, ein neues Produkt an: die Stempelsammlung. Die in ihren Augen 50 attraktivsten Stempel werden jeweils mit einer thematisch passenden, naßklebenden Sondermarke auf einer Stempelkarte im C6-Format vereint. "Die ausgewählten Stempelmotive sind ein interessanter und geschmackvoller Querschnitt durch die Stempelarten ‚Stempel mit Posteigenwerbung', ‚Sonderstempel' und ‚Besonderer Stempel'", heißt es in der Ankündigung der Postphilatelie. "Ersttagsstempel werden nicht berücksichtigt, da diese immer nur einem einzigen Postwertzeichenmotiv zugeordnet werden dürfen und zudem ohnehin bereits im Abonnement über die Niederlassung Philatelie erhältlich sind." Das Abo kostet 49 Euro versandkostenfrei. Die Verwendung von naß- anstatt selbstklebenden Marken zeigt, daß man die Problematik mit dem "Ausfetten" selbstklebender Marken auf Unterlagen ernst nimmt.

03.05.: Neben dem Plusbrief Individuell kann man bei der Deutschen Post neuerdings unter www.pluskarte-individuell.de als Bestandteil des Gesamtangebotes auch eine Pluskarte Individuell im C6-Format (162 x 114 mm) im Portowert von 45 Cent bestellen. Mindestmenge sind, wie beim Plusbrief Individuell, 20 Stück bzw. höchstens 10 000. Als Motiv für den Freimachungsvermerk kann man ein eigenes Bild hochladen oder eines aus der Bildergalerie auswählen. Auch der linke Teil der Vorderseite und die Rückseite der Postkarte sind frei gestaltbar.

03.05.: "Vor allem sein ‚Zeichenstrich, eine Mischung aus Poesie, Farben und Buntstiftstrichen, hat Wilhelm Schlote zu einer der außergewöhnlichsten und interessantesten international bekannten Künstlerpersönlichkeiten gemacht", ist auf der Verpackung eines Sets mit fünf Grußkarten und individuellen Plusbriefen (55 Cent) mit Wilhelm-Schlote-Motiven zu lesen, das Anfang April an die Schalter kam. Das Set, das auch noch einen Lebenslauf mit Bild des Künstlers enthält, kostet 2,95 Euro.

03.05.: Im Zeitraum von der 12. bis zur 14. Kalenderwoche wurden in der Pilotanlage der GSAneu München Testmodifikationen des Entwertemoduls durchgeführt. Die Tests sollten - soweit es die betrieblichen Abläufe zuließen - zu unterschiedlichen Zeiten innerhalb der eingangs erwähnten Zeitspanne erfolgen. Ergänzend zu der bisherigen Stundendarstellung (Druckzeitpunkt) werden zu internen Analysen die Minuten- und Sekundeneinheiten abgebildet. Abgebildet ist links unten die aktuelle Version des Tagesstempeleinsatzes im Maschinenstempel des Briefzent-rums 80, rechts die Testversion, bei der die Zahl des Briefzentrums noch von 20 in 80 geändert wurde. Da die Deutsche Post diesen Test sehr kurzfristig angekündigt hat und er nur kurze Zeit sporadisch lief, sollten Sammler den Posteingang aufmerksam kontrollieren.

03.05.: Für die UN-Postverwaltung in Wien kommen am 7. Mai drei Ganzsachen heraus. Zu einem handelt es sich um zwei Umschläge im Format 162 x 115 mm mit Wertstempel zu 0,65 und 1,40 Euro, die jeweils ein Foto der UNO-City und des Donauparkes in Wien zeigen. Die Bildpostkarte mit dem Wertstempel zu 0,65 Euro im Format 152 x 108 mm trägt eine Abbildung des Gebäudes der Vereinten Nationen in Wien. Ebenfalls am 7. Mai kommen für die UN-Postverwaltung in Genf drei Bildpostkarten heraus:
- 0,85 Franken - Deckenskulptur von Miquel Barceló im "Saal der Menschenrechte und Allianz der Zivilisationen" im Palais des Nations, Genf, Schweiz.
- 1 Franken - "The Broken Chair" von Daniel Berset, Mahnmal für die Opfer von Landminen vor dem UNO-Gebäude in Genf, Schweiz.
- 1,80 Franken - Gebäude des Völkerbundes, Palais des Nations, Genf, Schweiz.

03.05.: Die Kultfamilie Simpsons, die vor 20 Jahren im US-Fernsehen erstmals ihre Späße trieb, kommt zu Markenehren. Dem Vernehmen nach will die US-Postverwaltung fünf Marken mit Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie herausgeben.

03.05.: Nicht der Klimawandel ist schuld am Verschwinden der Insel Mayotte von der philatelistischen Landkarte. Vielmehr haben die örtlichen Wähler in einer Abstimmung Ende März mit überwältigender Mehrheit entschieden, die Insel zum 101. französischen Département zu machen. Das Bruttosozialprodukt Mayottes je Einwohner liegt zur Zeit zwar nur bei einem Drittel des auf Réunion erzielten Wertes, aber immerhin beim Neunfachen der zur Union der Komoren gehörenden Schwesterinseln. Diese hatten sich 1974 im Gegensatz zu Mayotte für die Unabhängigkeit von Frankreich entschieden. Briefmarken werden zur weiteren Steigerung auf Mayotte aber nicht mehr viel beitragen, denn mit der Umwandlung in ein Département wird Mayotte 2011 das Recht zur Ausgabe eigener Postwertzeichen verlieren.

03.05.: TNT Express nahm im März sein neues Logistikzentrum am Rostocker Flughafen in Laage in Betrieb. Die Anlage mit einer 1100 Quadratmeter großen Um-chlaghalle beherbergt zudem die Verwaltung der Niederlassung. Bislang saß diese im 17 Kilometer entfernten Güstrow. TNT Express investierte in das neue Logistikzentrum insgesamt 3,7 Millionen Euro.

03.05.: Am DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle macht sich die Wirtschaftskrise bemerkbar. Statt 1500 Tonnen Frachtgut werden am Tag 1100 bis 1200 Tonnen umgeschlagen. Um die Stellen zu erhalten, haben bereits rund 100 Beschäftigte freiwillig ihre Arbeitszeit reduziert.

03.05.: Die Österreichische Post will über ihre Tochter trans-o-flex auf dem deutschen Paketmarkt expandieren. Das Unternehmen soll verstärkt kleine und mittelständische Betriebe als Kunden gewinnen. Bislang konzentriert sich trans-o-flex auf den Pharmamarkt.

03.05.: Iveco gewann die Ausschreibung der Deutschen Post über 4500 Transporter für die Paketzustellung. Sie sollen bis 2012 einen Teil der 7500 Fahrzeuge um-assenden Flotte ersetzen. Die neuen Transporter sind nach Angaben der Vertragspartner speziell für die Auslieferung von Frachtpost ausgerüstet.

03.05.: Der 2008 ins Leben gerufene MICHEL-Nachwuchs-Förderpreis wird auch dieses Jahr wieder vergeben. Alle Vereine, Organisationen, Privatpersonen, Schulen usw., die sich in herausragender Weise um die Jugendförderung in der Philatelie verdient gemacht haben, können sich bis spätestens 1. Oktober 2009 mit aussagekräftigen Unterlagen bewerben bei: Schwaneberger Verlag GmbH, Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim. Die Preisverleihung findet wie letztes Jahr auf der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen statt. Viel Glück!


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April 2009

01.04.: Die vor kurzem verkündete Umbenennung der Deutsche Post World Net in Deutsche Post DHL findet ersten philatelistischen Niederschlag. Ab 1. April wird in der Zentrale in Bonn ein Stempel mit der neuen Bezeichnung eingesetzt; der alte hat am 31. März seinen Letzttag. Durch die unterschiedliche Anordnung der Schriftzüge hat sich das Stempelbild am Rand leicht geändert.

01.04.: m 7. Mai 2009 erscheint wieder eine Zuschlagsmarke zum "Tag der Brief-marke". Auf ihr ist der legendäre "Eichstätt-Brief" illustriert, der vom 6. bis 10. Mai auf der IBRA/NAPOSTA/19. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen im Original bewundert werden kann. Deshalb nimmt die Randgestaltung auch auf dieses Ereignis Bezug. Sammler haben zwei Besonderheiten zu beachten: eine neue Sicherheitsstanzung und eine Nummerierung der Zehnerbogen. Die Sicherheitsstanzung hat die Form eines Eichenblattes und ist so angebracht, daß sie in der linken oder rechten Perforation einer Marke deutlich zu sehen ist. Mit dieser neuen Stanzung testet die Deutsche Post erstmals ein Ausstattungsmerkmal, das einen noch höheren Schutz gegen Fälschungen zum Schaden der Post bieten soll, obwohl es aktuell offenbar dafür keinen Anlass gibt. Allerdings kamen in der jüngeren Vergangenheit einige "gelungene" Fälschungen von deutschen Dauer- und Sondermarken in Umlauf, so daß es klug ist, sich zu wappnen. Die zweite Neuerung bei dieser Ausgabe ist die Nummerierung auf dem rechten unteren Bogenrand. Wer mehrere Zehnerbogen der Zuschlagsmarke zum "Tag der Briefmarke" 2009 erwirbt, sollte sich allerdings nicht wundern, wenn die Nummerierung nicht fortlaufend ist. So wird sie zwar auf die Bogen aufgedruckt, aber die Konfektionierung für den Verkauf über die Schalter und die Niederlassung Philatelie erfolgt aus 20 verschiedenen Stapeln, so daß bestenfalls einzelne Nummernkreise in einer zu 20 Bogen abgepackten Tasche erkennbar sein werden. Darüber hinaus werden Nummern in Umlauf kommen, die, wenn man sie mit 10 multipliziert, eine Auflage ergeben, die der späteren Verkaufszahl wohl nicht entsprechen wird. Von den Zuschlagsmarken werden immer wesentlich mehr gedruckt als verkauft werden. Sammler sollten sich rechtzeitig überlegen, wie sie diese Ausgabe sammeln wollen. Die Sicherheitsstanzung in Form eines Eichenlaubes ist nur im Markenpaar zu erkennen; einzelne Marken sehen "angefressen" aus. Der Randeindruck "IBRA/NA-POSTA" und die Nummerierung üben einen gewissen philatelistischen Reiz aus. Allen Ansprüchen genügt ein Paar aus dem Bogenunterrand. Ob die Versandstelle in Weiden so etwas speziell anbieten wird, bleibt abzuwarten. Fachhändler werden sicherlich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren. Im Zweifelsfall sollte man selbst die Initiative am Postschalter ergreifen. Die MICHEL-Redaktion wird übrigens eine Hauptnummer mit zwei Unternummern für die linke und rechte Sicherheitsstanzung vergeben.

01.04.: Am 18. Februar 2009 gab die Ostalb Mai, ein Tochterunternehmen des Verlagshauses SDZ Medien GmbH, ihre erste Briefmarkenserie heraus. Sie umfaßt fünf Werte mit Burgen und Schlössern im Ostalbkreis (in Klammern Auflagezahlen):
45 Cent/Postkarte "Burg Rechberg" (7500 Stück), 85 Cent/Kompaktbrief "Schloss Baldern" (20 000),
135 Cent/ Großbrief "Burg Niederalfingen" (25 000) und
199 Cent/Maxibrief "Luftaufnahme vom Ellwanger Schönenberg" (7500).
Die Herstellung erfolgte in gummierten und nummerierten Zehnerbogen. Außerdem wurde ein Zusammendruckbogen in einer Auflage von 17 500 Stück produziert, der alle fünf Wertstufen sowie ein Ziefeld mit dem Logo des Privatpostanbieters enthält. Am Ersttag gab es außerdem eine Klappkarte mit Ersttagsstempel. Die Ostalb Mail stellt derzeit täglich rund 20 000 Sendungen zu, wobei durch Kooperationen vor al-lem der süddeutsche Raum abgedeckt wird. Hauptsächlich handelt es sich um Post von gewerblichen Kunden. Das Interesse der Privatkunden soll durch die erste Briefmarken-Serie geweckt werden. Weitere Informationen erhält man im Internet unter www.ostalbmail.de, wo man die Marken auch in einem Onlineshop bestellen kann.

01.04.: Die Frage, ob Briefmarken als Anlageobjekte und damit als Mittel zur Sicherung oder Mehrung von Vermögenswerten tauglich seien, ist beinahe so alt wie die Philatelie selbst. Schon die ersten Briefmarkenkataloge ab 1861 erfüllten neben dem Zweck der Erfassung und Dokumentation des Verfügbaren auch die Aufgabe seiner Bewertung. Dennoch hat unsere Frage bis heute keine wirklich befriedigende Antwort gefunden, jedenfalls keine, auf deren Richtigkeit sich mehr als drei Personen kurzfristig verständigen könnten. Dabei gibt es durchaus mehr Antwortversuche als einem lieb sein kann. Nur taugen die meisten leider nicht viel. Dieser Beitrag und seine Fortsetzung im nächsten Heft versucht daher, eine leidlich trittsichere Schneise durch das Dickicht aus verständlichen Fragen und verqueren Antworten, aus wohlfeilen Meinungen und ungewissen Befindlichkeiten zu schlagen und so wenigstens mögliche Wege zu einer einigermaßen belastbaren Antwort zu weisen.

01.04.: Der Berliner Briefmarkensammler Johannes Schubert hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine einmalige Tauschaktion einen gestempelten Posthornsatz der Bundesrepublik in einen postfrischen Satz zu tauschen. Motiviert wurde er durch die Aktion eines Amerikaners, der es schaffte, vor drei Jahren eine rote Büroklammer durch verschiedene Tauschgeschäfte schließlich in ein Haus zu tauschen. Die Idee dahinter ist, durch einen Tausch immer wertvollere Gegenstände zu bekommen. Während die Büroklammer-Aktion mehr oder weniger Alltägliches (z. B. ein Stift, ein Generator oder ein Skiurlaub) als Tauschobjekte beinhaltete, soll sich die neue Aktion nur rund um die Briefmarke drehen. Der Sammler erwartet also, daß neben losen Marken auch Briefe oder Alben einen Teil des Tauschhandels ausmachen werden. Das Ganze würde allerdings nicht funktionieren, wenn - wie üblich - nur nach dem Katalogwert getauscht würde. Schließlich ist der postfrische Posthornsatz ein Vielfaches des gestempelten wert. Also hofft Schubert auf den ideell-en Wert, dem andere Sammler der Aktion schenken: "Wenn ich unbedingt eine Mar-ke haben möchte, gebe ich auch gern zum Tausch eine andere, die vielleicht im Katalog mehr wert ist, für mich aber nicht relevant", so seine These. Außerdem hofft er darauf, dass ein hoher Bekanntheitsgrad der Aktion auch für Händler eine Motivation werden könnte, sich daran zu beteiligen.

01.04.: Zur schönsten finnischen Briefmarke des Jahres 2008 ist die von Nina Rintala entworfene Briefmarke "Frostnacht" gewählt worden. Auf der Marke ist eine Schneeflocke abgebildet; im Hintergrund zeichnen sich Sterne und Nordlicht ab. Die Marke kam am 6. November heraus und ist, soweit die Finnische Post weiß, die erste transparente Briefmarke der Welt. Die Briefmarke "Frostnacht" erhielt 9710 Stimmen. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb 53 571 Stimmen abgegeben. Auf den zweiten Platz kam mit 7664 Stimmen die von Leena Airikkala gezeich-nete sensible Briefmarke "Wicke". Auf Rang drei platzierte sich mit 6363 Stimmen die Osterbriefmarke, die auf Ideen von Pater Mitro basierte. Auf der Marke sieht man einen Kerzenleuchter, wie ihn die orthodoxen Priester im Gottesdienst zur Osternacht benutzen, sowie eine Miniaturmalerei, auf der der auferstandene Christus dargestellt ist. Ausgeführt wurde die Briefmarke von der Künstlerin Aino-Mai-ja Metsola. Die bei der Gestaltung der Marke verwendeten Fotos hat Oskari Hellman aufgenommen. Der Wettbewerb "Schönste Briefmarke des Jahres 2008" war in der Kundenzeitschrift Postia Sinulle und auf den Internetseiten der Finnischen Post (Itella Oyj) ausgeschrieben worden.

01.04.: Die Britische Post hat bestätigt, daß bereits bei der Weihnachtsausgabe 2008 die Zusammensetzung des Klebstoffs dahingehend geändert wurde, daß sich die selbstklebenden Marken schwerer von Umschlägen ablösen lassen. Mit einer neuen Herstellungstechnik wurden diese und andere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Diese Vorsichtsmaßnahme hat die Sammler nicht gefreut, weil sie nun erheblichen Aufwand betreiben müssen, um gestempelte Marken aus dem Postverkehr in ihrem Album unterzubringen.

01.04.: Die Norwegische Post hat wieder eine Marke, diesmal die Sondermarke "Polarfuchs" (MiNr. 1576) aus der Serie "Norwegische Fauna" vom 29. März 2006. Die Auflage betrug 500 000 Stück; sie wurde erstmals am 14. Januar 2009 abgege-ben. Ob der Nachdruck irgendwelche Abweichungen gegenüber der Erstausgabe aufweist, wurde seitens der Norwegischen Post nicht mitgeteilt.

01.04.: Am 1. April steigen in der Schweiz die Postgebühren ins Ausland. Daher wird es an diesem Tag den neuen ATM-Satz zu 85/100/130/140 Rappen geben, der aber nicht über die Versandstelle ausgeliefert werden wird. Außerdem teilte die Firma ATM Seitz in Luzern mit: "Ganz aufgeregt rief uns ein Kunde aus dem Raum Genf an, daß mit dem Automaten vor dem Postamt Genève 6 Les Eaux-Vives etwas nicht stimme. Tatsächlich druckte der Automat ATM aus, die es so nicht geben darf: Die ATM zeigen die Posttransportmittel in neuen Farben, andere Farben fehlen. Die Generaldirektion der Post gab folgende Stellungnahme ab: ‚Beim Einrichten der Druckmaschine wird zu Beginn ein Farbwerk nach dem anderen aktiviert. Dabei entstehen - bevor alle Farbwerke eingestellt sind - Druckbogen mit fehlenden Farben. Selbstverständlich hätten diese Bogen nicht in die Rollenverarbeitung gelangen dürfen.' Der Fehler ist beim Druck der Rollen in der Druckerei passiert. Bei den be-sten Stücken fehlt jeweils eine der drei Vordruckfarben Blau, Gelb und Rot komplett."


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März 2009

01.03.: Ein Sammler hat in der Kiloware das 5. Exemplar der Hepburn-Marke entdeckt! Die nur am linken Rand gestempelte Marke kommt auf der 4. Schlegel-Aukti-on vom 25. bis 27. Mai 2009 in Berlin unter dem Hammer.

01.03.: Früher als beim letzten Mal hat das Bundesministerium der Finanzen das Ausgabeprogramm für das nächste Jahr veröffentlicht. Es umfaßt insgesamt 52 Sondermarken, bei fünf Marken davon erscheint auch eine thematisch passende Münze.

01.03.: Bei MICHEL gibt es nun den MICHEL-Sammler-Club mit attraktiven Vorteilen für einen Jahresbeitrag von nur 15,- Euro.. Neben der portofreien Lieferung bei allen Bestellung (außer der MICHEL-Rundschau) gibt es spezielle Angebote über das ganze Jahr, die nur für die Mitglieder gelten. So gibt es z. B. dem MI-CHEL-Online-Katalog inkl. Premiumversion für nur 5,40 Euro/Monat (statt 8,89 Euro/Monat = Ersparnis im Jahr 41,88 Euro) oder Individual-Kataloge für 0.30 Euro/Seite anstelle von 0,40 Euro/Seite. Für nicht preisgebundene Produkite, die gesondert angekündigt werden gelten folgende Rabatte:
- ab 100,- Euro Bestellwert = 10 Prozent
- ab 150,- Euro Bestellwert = 15 Prozent
- ab 200,- Euro Bestellwert = 20 Prozent
Unter http://www.michel.de /index_club.htm kann man sich registrieren lassen! Eine Anmeldebestätigung erhalten Neu-Mitglieder zusammen mit den ersten attraktiven Clubangeboten danach umgehend per Post zugeschickt.

01.03.: Zum Stichtag 31. Januar 2009 - und damit acht Monate früher als ur-sprünglich vorgesehen - waren alle ATM-Geräte in Deutschland auf das neue Vordruckpapier "Posttower" und "Brandenburger Tor" umgestellt. Ausnahmen bestätigen die Regel! Wer die alten Automatenmarken mit dem Motiv "Briefkasten" noch für seine Sammlung benötigt, kann sie bis voraussichtlich 30. September 2009 bei der Niederlassung Philatelie bestellen. In der Vorratsliste sind sie nicht mehr enthalten.

01.03.: Die Blockausgabe "Bundestag und Bundesrat" war zusammen mit zwei anderen Sondermarken für den 10. September 2009 terminiert. Schon kurz nach Veröffentlichung dieses Ausgabedatums regte sich innerhalb und außerhalb der Philatelie Widerstand, weil der Block erst nach den für den 7. September geplanten Feierlichkeiten - 60. Jahrestag der Konstituierenden Sitzungen von Bundestag und Bundesrat - vorgelegen hätte. Nachdem sich sogar der Petitionsausschuß des Bundestages mit diesem Problem beschäftigt hat, kam es nun zu der geforderten Vorverlegung der gesamten Markentranche auf den 3. September.

01.03.: Das Heft 100 der Arbeitsgemeinschaft Germania-Marken e. V. enthält u. a. einen Artikel von Dr. Gernot Gleißner über die Plattenfehler der 5 Mark Reichspost Type II (MiNr. 66 II), von der die Plattenfehler I und II in der Literatur verzeichnet sind. Dr. Gleißner kann aber noch einen dritten Plattenfehler belegen, wobei er als eines der wichtigsten Ergebnisse seiner Forschung herausgefunden hat, daß alle drei Plattenfehler auf einem Bogen in derselben Teilauflage vorkommen. "Obwohl der Fehler deutlich auch ohne Lupe erkennbar ist, so ist er für eine Katalogisierung im MICHEL laut Meinung der Hauptprüfer zu klein und wird deshalb im Rahmen dieser Veröffentlichung erstmals erwähnt", schreibt der Autor. Kontakt zur ArGe gibt es über: Dieter Tschimmel, Postfach 5 31, 45955 Gladbeck, Telefon 02043/6 15 50, dtschimmel@ versanet.de.

01.03.: Mailcats hat einen Malwettbewerb an Thüringer Schulen veranstaltet. Die fünf schönsten Zeichnungen wurden nun ermittelt; die Preisübergabe erfolgt am 3. März auf der Thüringenausstellung in Erfurt. An diesem Tag erscheint auch der abgebildete Markenblock mit den fünf Siegerzeichnungen in den Wertstufen zu 0,39, 0,49, 0,89, 1,39 und 1,99 Euro. Die Auflage beträgt 2500 Stück. Kontakt: MAIL-CATS OHG, Sammlerservice, Postfach 90 04 23, 99107 Erfurt, info@mailcats.de, www.mailcats.de.

01.03.: Am 15. Februar wurde die Prinzessin-Elisabeth-Forschungsstation am Südpol offiziell eröffnet. Die belgische Basis ist die einzige in der Antarktis, die vollständig mit erneuerbaren Energiequellen betrieben wird. An diesem Standort werden die Auswirkungen der Klimaveränderungen und der Einfluß der Antarktis auf das weltweite Klima erforscht. Die Belgische Post hat aus Anla der Stationseröffnung einen nummerierten Souvernir-Umschlag aufgelegt, der am 15. Februar in der Forschungsstation abgestempelt wurde und nach seiner Rückkehr nach Belgien (voraussichtlich Ende Februar) einen zusätzlichen Stempel auf der Rückseite erhält. Da die Auflage begrenzt ist, empfiehlt sich bei Interesse eine baldige Bestel-lung.

01.03.: Wie die Norwegische Post bekannt gab, wurde die Posthornmarke zu 1 Kro-ne (MiNr. 1380) am 20. Oktober 2008 nachgedruckt und am 20. November desselben Jahres in Umlauf gebracht. Es soll keine Unterschiede zur bisherigen Auflage in Papier oder Zähnung geben.

01.03.: Zum 1. März wird es eine Klischee-Änderung bei den Automatenmarken aus dem Philatelie-Shop geben. Bisher lautete der Aufdruck PHILATELIE.SHOP, ab 1. März PHILA-SHOP und dazu dann die jeweilige Postleitzahl. Bisher gab es nur den Philatelie-Shop in Wien (PLZ 1019). Im Laufe des März kommt ein weiterer in Salzburg dazu (PLZ).

01.03.: Die Postverwaltung der Vereinten Nationen und Deutschland geben am 7. Mai eine Gemeinschaftsausgabe heraus, die ursprünglich auf der IBRA/NAPOSTA/ 19. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen mit einer Markenübergabe in Szene gesetzt werden sollte. Das hätte durchaus Sinn gemacht, denn beide Postverwaltungen sind dort mit gegenüberliegenden Ständen vertreten. Die Markenübergabe wurde dann aber nach Wittenberg verlegt. Trotzdem wird aller Voraussicht nach in Essen ein deutscher Sonderstempel zu der Gemeinschaftsausgabe eingesetzt; auch die UNPA wird sich etwas einfallen lassen. In der Zwischenzeit veröffentlichte die UNPA die vorläufigen Entwürfe der sechs UNO-Marken (je zwei in Dollar, Franken und Euro), die folgende Gebäude zeigen: Altstadt Bremen, Dom zu Aachen, Wart-burg, Insel Reichenau, Plätze und Parks von Berlin und Potsdam sowie die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.

01.03.: Die Deutsche Post bietet chinesische Kleinbogen mit Porträts der deutschen Goldmedaillengewinner der Spiele in Peking 2008 an. Genauer gesagt handelt es sich um Markenpaare, die links aus der erschienenen chinesischen Marke mit der Goldmedaille und rechts aus einem Zierfeld in zwei Größen besteht, auf dem die Sportler abgebildet sind. Es handelt sich also um eine Ausgabeform personalisierter Marken, wie man sie seit rund zehn Jahren von verschiedenen Postverwaltungen kennt.


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Februar 2009

08.02.: früher als beim letzten Mal hat das Bundesministerium der Finanzen das Ausgabeprogramm für das nächste Jahr veröffentlicht. Es umfaßt insgesamt 52 Sondermarken. Zu fünf Marken erscheint auch eine thematisch passende Münze.

08.02.: die Deutsche Post AG gibt auch 2009 wieder zehn Messebriefe zu folgenden Auslandsveranstaltungen heraus:
25.-28.02., Spring Stampex, London, GB;
27.-29.03., Salon Philatélique de Printemps 2009, Mâcon, F;
10.-16.04., China 2009 World Stamp Exhibition, Luoyang, China;
14.-17.05., Hongkong Stamp Expo 2009, Hongkong, China;
Mai, Balkanfila 2009, Belgrad, Serbien;
30.7.-4.8., PhilaKorea 20th Asian Intern. Stamp Ex., Seoul, Korea;
10.-12.09., Swiss Stamp Show, Rapperswil, CH;
11.-13.09., Sammler 2009, Prag, Tschechien;
21.-25.10., Italia 2009, Rom, Italien;
04.-06.12., MonacoPhil, Monte Carlo.

08.02.: die DDR-Sonderausgabe "Postgewerkschaft" (MiNr. 243-244) von 1949, die zweite DDR-Ausgabe überhaupt, ist ein Dauerbrenner. Dies aus gutem Grund, denn sie weist manche Varianten auf, die zu den seltensten oder spannendsten der DDR-Philatelie zählen. Dazu gehört auch - etwas stiefmütterlich behandelt, da kaum verfügbar - MiNr. 243 Uo, der oben ungezähnte violettultramarinfarbene Wert zu 12 Pf (im MICHEL postfrisch eher zurückhaltend mit "nur" 600 Euro be-wertet). Nach gegenwärtigem Forschungsstand scheint sicher zu sein, daß lediglich 20 Exemplare, also zwei Markenreihen vom oberen Bogenrand, mit ausgefallener oberer Zähnungsleiste entstanden sind. Unlängst ist das erste und bisher einzige bekannte gestempelte Exemplar einer MiNr. 243 Uo aufgetaucht, und es hat Anfang dieses Jahres auch ein entsprechendes Prüfattest erhalten. Der Oberrand der Marke, die von Bogenfeld 4 stammt, ist leicht beschnitten, vermutlich damit sie auf dem Beleg, auf dem sie einstmals verwendet worden ist, ausreichend Platz fand. Die Marke zeigt den leichten Abschlag des damals vielerorts verwendeten Maschinenwerbestempels "Vergiß nicht, Straße und Hausnummer anzugeben".

08.02.: die Freimarkenserie Berliner Bauten I (MiNr. 42-60) ist reich an primären, sekundären und tertiären Plattenfehlern, von denen viele in den Handbüchern von Alfred Lippschütz und Friedhelm Böhm beschrieben sind. Einigen engagierten Sammlern war das noch nicht genug, und deshalb organisierten sie sich in der Ar-beitsgruppe "Berliner Bauten I" unter dem Dach der ArGe Berlin im BDPh. Alle Mit-glieder einte eine Tatsache: Die bisherigen verschiedenen Veröffentlichungen wa-ren unvollständig, in Teilen unrichtig und die Anordnung darin mißfiel nahezu allen. Die Forschungen auf der Basis der umfangreichen Markenbestände im Besitz der Mitglieder begannen und mündeten in der Erstellung eines neuen Handbuches in Großbilddarstellung. Die erste Phase ist nun abgeschlossen, und es ist ein Werk mit ca. 2400 Seiten entstanden. Die Arbeit der inzwischen auf 39 Mitglieder angewach-senen Arbeitsgruppe ist aber noch nicht beendet. Ständig wird das Handbuch berichtigt und ergänzt, damit es jederzeit aktuell ist. Das Handbuch kostet ca. 130,- Euro. Einen guten Überblick von der Arbeit kann man sich auf der Homepage www.berlinerbautenl.com verschaffen. Wer an dem Werk mitarbeiten oder Mitglied der Arbeitsgruppe werden möchte, wende sich an Michael Sieburg, Senefelder Str. 29, 52353 Düren, b.u.m.sieburg@t-online.de.

08.02.: von der sensationellen Neuentdeckung eines Bogenteils mit einem Kehrdruck der Bayern MiNr. 1 berichtet BPP-Verbandsprüfer René Simmermacher. Das Stück befand sich fast 100 Jahre im Besitz der Erben von Pierre Marie Mahé, dem Berater des größten Briefmarkensammlers aller Zeiten, Philipp la Renotière von Ferrary.

08.02.: aufgrund der großen Nachfrage hat die Österreichische Post ihr Angebot sogenannter "gemischter Bogen" ausgedehnt. Das Sortiment umfaßt nun:
- Marken-Edition 20: auch in diesem Jahr gibt es sechs 20er-Bogen zu den Themen "Die Tierwelt der österreichischen Alpen"; (13. Februar), "Schönbrunn" (13. März), "Uhren" (20. Mai), Wachau/Dürnstein" (Juli), "Tierbabys" (Oktober) und "Postfahrzeuge im Laufe der Zeit" (Dezember).
- Marken-Edition 8: dieses neue Produkt wird ebenfalls sechsmal im Jahr erscheinen und beinhaltet acht verschiedene Marken in einem Bogen. Themen sind "Salzburg" (30. Januar), "Kutschen", (13. März), "Kunst" (15. April), "Spielzeug" (9. Juni),
"Heeresgeschichtliches Museum" (September) und "Weihnachten" (Dezember). - Marken-Edition 1: auf einzelnen Marken werden folgende Themen dargestellt: "Aquarell von Herbert Sedmik - Schiff Regentag", (30. Januar), "Rassehunde - Deutsch Langhaar" (13. Februar), "Eröffnung Philatelie-Shop Salzburg" (Februar), "Alte Postbüchlein, 6. Wert, 1911" (13. März), "Eröffnung Philatelie-Shop Wien/Jo-sefstadt" (März), "Aquarell von Herbert Sedmik" (15. April), "Alte Postbüchlein, 7. Wert, 1913" (9. Juni), "Japanischer Garten: Setagayapark in Wien Döbling" (Sep-tember), "Rassehunde - Labrador" (September), "Holzschnitt von Franz Weiss" (Oktober), "Österreichs schönste Adventmärkte" (November) und "60 Jahre Postamt Christkindl" (Dezember).

08.02.: in München startet die Messesaison 2009. Die 12. Internationale Brief-marken-Börse München wird von Donnerstag 5. März bis Samstag 7. März 2009 im MOC-Veranstaltungszentrum München-Freimann ausgerichtet - Eintritt ist frei. Sie ist auch Startpunkt der Aktivitäten zum Jubiläum "100 Jahre MICHEL-Kataloge". Der am Stadtrand von München beheimatete Schwaneberger Verlag erinnert daran, dass vor 100 Jahren der Briefmarkenhändler Hugo Michel aus Apolda (Thüringen) die Arbeiten an seinem ersten MICHEL-Katalog abschloss. Der Verlag organisiert über das gesamte "Jubiläumsjahr" unter anderem ein originelles Gewinnspiel, bei dem den Gewinnern an der Spitze ein lebenslanges Katalog-Abonnement winkt. Während der Messe gibt es für jeden Katalogkauf am MICHEL-Stand einen attraktiven Geschenk-Gutschein. Im Forum für Sammler findet ein ganz besonderes Jubiläums-Programm statt: am Donnerstag, 5. März, stellen sich ab 15 Uhr die Mitarbeiter des Verlages vor; am Freitag, 6. März, präsentiert der Verlag ab 14 Uhr neue Produkte und am Samstag, 7. März, können Sammler ab 14 Uhr ihre mitgebrachten Marken identifizieren lassen.

08.02.: die jährlich im Wechsel verschiedener Länder ausgerichtete Alpen-Adria-Ausstellung (eine Briefmarkenausstellung der ArGe Alpen-Adria) gehört ebenfalls zu den Höhepunkten dieser Messe. Die Öffentlichkeit wird alle 150 Exponate aus 7 Ländern besichtigen können.

08.02.; nicht jede Marke, die der Deutschen Post Philatelie zu Abstemplungszwecken vorgelegt wird, erhält auch wirklich einen Stempel. Einem unserer Leser ist es mit einer Automatenmarke MiNr. 7 im neuen Muster ?Post Tower? so gegangen: Er erhielt seinen Brief von der Stempelstelle Berlin unbearbeitet wieder zurück. Im ihrem Schreiben an den Antragsteller begründete die Post das Vorgehen wie folgt: Leider dürfen wir einen Teil der von Ihnen eingesandten Belege / Postwertzeichen nicht stempeln, da es sich dabei um fehlerhafte Produktionsware handelt. Gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Stempeln von Postwertzeichen zu Sammelzwecken (AGB St PWz) stempeln wir ausschließlich die zum Datum gemäß Datumszeile des Stempels offiziell erhältlichen, gültigen und gegenüber der Origialversion des Herausgebers unveränderten Postwertzeichen / Postwertzeichenprodukte mit Eindruck ?Deutschland?. Erkannte Fehldrucke und fehlerhafte Produktionsware sind von der Stempelung ausgeschlossen. Am Beispiel des am 24.10.2008 erfolgten Motivwechsels bei Automatenpostwertzeichen bedeutet dies, dass die bei derartigen Umstellungen leider vorkommenden Frühverwendungen / Produktionsfehler wie z.B. neues Motiv mit altem Wertaufdruck, neues Motiv mit altem Wertaufdruck (verschoben), altes Motiv mit neuem Wertaufdruck und neue Motive ungeschnitten usw. nicht automatisch dazu führen, dass die daraus resultierenden Drucke seitens der Deutschen Post PHILATELIE auch bearbeitet / gestempelt werden. Es handelt sich um Fehldrucke / fehlerhafte Produktionsware, und wenn sie als solche erkannt wurden, muß die Bearbeitung seitens der Deutschen Post PHILATELIE unterbleiben.


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Januar 2009

02.01.: Zur Abstempelung von Fehldrucken hat die Postphilatelie wie folgt Stellung bezogen: "Die Deutsche Post PHILATELIE stempelt ausschließlich nur die offiziell erhältlichen, gültigen und gegenüber der Originalversion des Herausgebers unveränderten Postwertzeichen/Postwertzeicheneindrucke und Postwertzeichenprodukte mit dem Eindruck ‚Deutschland' (zu letzteren zählen u. a. auch die Automatenmarken). Erkannte Fehldrucke und fehlerhafte Produktionsware sind von der Stempelung ausgeschlossen. So weit die Aussagen der entsprechenden Geschäftsbedingungen (Abschnitt 1, Ziffer 2). Es kann vorkommen, daß die vorgelegten Wertzeichen nicht als Fehldruck o. ä. erkannt werden. Da durch entsteht jedoch nicht das Recht auf Wiederholung der Stempelung bei anderen Fehldrucken. Bedeutsam ist dies ebenfalls bei Frühverwendungen und vor allem dann, wenn diese nicht nur vor dem Ausgabedatum erhältlich waren, sondern zudem auch noch mit Fehlern behaftet sind. Am Beispiel des ab 24.10.2008 erfolgenden Motivwechsels in Automaten bedeutet dies, daß die bei derartigen Umstellungen leider vorkommenden Frühverwendungen/Produktionsfehler wie z. B. neues Motiv mit altem Wertaufdruck, neues Motiv mit altem Wertaufdruck (verschoben), altes Motiv mit neuem Aufdruck, neue Motive ungeschnitten usw. nicht automatisch dazu führen, daß die daraus resultie-renden Drucke seitens der Deutschen Post PHILATELIE auch bearbeitet/gestempelt werden. Es handelt sich um Fehldrucke/mangelhafte Produktionsware, und wenn sie als solche erkannt werden, muß die Bearbeitung seitens der DP Philatelie unterbleiben."

02.01.: Zum Festakt "100 Jahre Deut scher Richterbund" am 19. Januar 2009 in Berlin wird die Deutsche Post einen Sonderstempel auflegen und neben einer Klappkarte mit der Marke und Sonderstempel auch einen Erinnerungsumschlag auflegen. Er zeigt die Bildseite der Privatganzsache.

02.01.: Vor zehn Jahren wurde die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) gegründet. Aus diesem Anlaß gibt die Deutsche Post einen Besonderen Stempel mit Datum vom 1. Januar 2009 heraus. Er wird mit diesem Datum am 2. und 3. Januar auch durch den Philatelie-Shop in der Postfiliale Bockenheimer Landstr. 31 in Frankfurt am Main verwendet. Schriftliche Stempelaufträge sind zu richten an: Deutsche Post AG, NL Philatelie, Sonderstempelstelle, 92627 Weiden.

02.01.: Die Märkische Post ist der Briefdienstleister in Ostbrandenburg. Im April 2008 wurde die Marke "Märkische Post" von der PZO Pressezustellservice Oderland GmbH, einem Unternehmen der MOZ-Mediengruppe, ins Leben gerufen. Die PZO Pressezustellservice Oderland GmbH ist eine hundertprozentige Tochterge-sellschaft der Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG, welche u. a. die Märkische Oderzeitung, die regionale Tageszeitung in Ostbrandenburg, herausgibt. Die PZO Pressezustellservice Oderland GmbH ist im Besitz einer D-Lizenz für die Briefzustellung. Diese wird erteilt, wenn die Leistung des Unternehmens höherwertiger ist als die der Deutschen Post AG. Die besondere Leistung besteht unter anderem darin, daß die Post persönlich beim Kunden abgeholt und der Laufweg dokumentiert wird. Weiterhin sind Schnelligkeit und Zuverlässigkeit die beiden Eigenschaften, auf die es beim Abholen, Sortieren und Zustellen von Post wirklich ankommt.

Am 1. Dezember kam die erste Markenserie in Umlauf, die aus fünf Werten besteht und regionale Sehenswürdigkeiten abbildet: 42 Cent (Postkarte) Stiftskirche in Neuzelle - Das in Neuzelle gelegene Kloster wurde den Zisterziensermönchen im Jahre 1268 von Heinrich dem Erlauchten, Markgraf von Meißen und der Ostmark, gestiftet und existierte als Kloster bis zum Jahre 1817. Die 70 m hohe Kirche und deren prunkvolle barocke Innendekoration ist das Wahrzeichen der gesamten Region. 46 Cent (Standardbrief) Kleist-Museum Frankfurt (Oder) - Das Kleist-Museum widmet sich dem Leben und dem Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811). Es wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonschule eingerichtet und gilt als "eines der schönsten Literaturmuseen Europas". 70 Cent (Kompaktbrief) Schiffshebewerk Niederfinow - Das Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste der heute in Deutschland "diensttuenden" Hebewerke. In der Zahl seiner jährlichen Besucher hält es aber unangefochten die Spitze. 120 Cent (Großbrief) EKO-Hochofen Eisenhüttenstadt - Das Stahlwerk in Eisenhütten-stadt wurde ab 1950 als Staatsbetrieb der DDR erbaut und 1994 privatisiert. Heu-te wird das Werk unter dem Namen ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH geführt. 165 Cent (Maxibrief) Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner - In der Villa Lassen befindet sich seit 1987 das Gerhart-Hauptmann-Museum. Es ist deutschlandweit das einzige seiner Art. Die Ausstellung vermittelt einen Gesamtüberblick über Leben und Werk des Nobelpreisträgers.
Alle fünf Wertstufen erschienen jeweils selbst- und naßklebend in 10er-Sets bzw. Bogen in folgenden Auflagen: 42 Cent 15 000 bzw. 5000 Stück, 46 Cent 150 000 bzw. 50 000, 70 Cent 30 000 bzw. 10 000, 120 Cent 60 000 bzw. 20 000 und 165 Cent 15 000 bzw. 5000. Es wurde eine Ersttagskarte in Höhe von 2000 Stück aufgelegt.

02.01.: Die Dänische Post hat wieder einen Schwarzdruck herausgegeben. Die vier enthaltenen Marken, in Blockform angeordnet, zeigen Motive aus der Alten Stadt in Århus. Der Schwarzdruck hat nur eine Auflage von 1000 Stück. Alle Exemplare sind von Hand nummeriert und tragen Unterschriften der Graveure Martin Mörck und Bertil Skov Jørgensen. Der Schwarzdruck kostet 100 Dänische Kronen, umgerech-net etwa 13,50 Euro.

02.01.: In der Ankündigung ihres exklusiven Buches zum 400-jährigen Bestehen des Fürstenhauses Liechtenstein sprach die Liechtensteinische Post von einem Sonderblock, der in dem Buch enthalten ist. Es handelt sich dabei um eine unge-zähnte Variante der Blockausgabe vom 1. September 2008 handelt. "Sowohl der gezähnte wie auch der ungezähnte Sonderblock (ist) frankaturgültig. Der Block kann aus dem Buch herausgenommen werden, da er lose eingesteckt ist. Das unge-zähnte Exemplar kann auch ausgeschnitten werden, wobei der Wert CHF 5.00 und ‚Fürstentum Liechtenstein' auf der Marke sichtbar sein müssen." Ob und wie der MICHEL die ungezähnte Variante erfaßt, bleibt abzuwarten. Bei der Auflage von 5.000 Büchern ist in jedem Fall klar, daß es sich um die seltenste frankaturgültige Liechtenstein-Ausgabe handelt! Selbst die Auflage des berühmten Vaduz-Blocks (Block MiNr. 1) war mit 7.788 Exemplaren höher.

02.01.: Das Technische Museum Wien bietet auf einer Fläche von etwa 22 000 qm Raum für interessante Einblicke in die faszinierende Welt der Technik. Die Österreichische Post hat einen sogenannten "Gemischten Bogen" mit 20 personalisierten Marken zu je 55 Cent hergestellt, der verschiedene Ausstellungsgegenstände zeigt.


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Dezember 2008

07.12.: Wie im letzten Herbst, bietet die Deutsche Post AG auch in diesem Jahr wieder ein Plusbrief-5er-Set mit weihnachtlichen Motiven an. Zu jedem Motiv gibt es passend gestaltete Umschläge mit individuellem Wertstempel zu 55 Cent, der diesmal deutlich kleiner ausfällt. Im Gegensatz zur letztjährigen Aktion ist das Gewicht der Briefe auf die dem Werteindruck entsprechenden 20 Gramm beschränkt. 2007 hatte man noch Sendungen "bis 50 g" für 55 Cent zugelassen. Der Preis des Sets beträgt wieder 5,50 Euro.

07.12.: Ein seit Jahrzehnten bestehender Service, das Abschlagen von Ersttags-stempeln in Berlin und Bonn, wird aus wirtschaftlichen Erwägungen eingestellt. "Aufgrund wirtschaftlicher und organisatorischer Themenstellungen muß zum 01. Januar 2009 die in den Filialen Bonn 1 (Münsterplatz) und Berlin 12 (Goethestr.) seit Jahren durchgeführte Stempelung leider entfallen", ist dem Informationsblatt "Philatelie Aktuell" vom 20. November zu entnehmen. "Die Philatelie hat seit Be-kanntwerden der Probleme intensive Anstrengungen zur Verhinderung dieser Maßnahme unternommen. Leider blieben diese ohne Erfolg. Derzeit sind anderweitige Lösungsmöglichkeiten in der Diskussion, damit den bisherigen Kunden zumindest ein Teil der bisherigen Dienstleistung auf anderen Wegen geboten werden kann. Doch die dazu notwendigen Abstimmungen zwischen den zu beteiligenden, verschiedenen Bereichen sind noch nicht abgeschlossen. Somit bleibt an dieser Stelle leider nur die Bekanntgabe, daß die Ersttagsstempelung und Erstverwendungsstempelung bei den genannten Filialen wegfällt. Eventuelle im Sinne unserer Kunden erreichte Teillösungen werden zur gegebenen Zeit kommuniziert."

07.12.: Das Jahr 2009 beginnt mit einem strammen Programm für alle Bund-Sammler! Am 2. Januar kommen neben acht Sondermarken zusätzlich noch vier Markensets heraus. In der neuen Abgabemenge zu fünf Stück wird es jeweils ein Set im Planoformat (9 x 13 cm) mit den Blumen-Dauerwerten zu 65 Cent (Sonnenhut) und 70 Cent (Kartäusernelke) geben, wobei je fünf Luftpostkleber mit beigefügt sind. Ebenfalls im Planoformat er scheint ein 10er-Set mit dem 45-Cent-Wert "500 Jahre Rathaus Frankenberg". Und schließlich wird der 55-Cent-Wohlfahrtswert im 10er-Set und in einer 100er-Box aufgelegt.

07.12.: Im nächsten Jahr sind sechs Messeganzsachen vorgesehen:
- 12. Februar - 12. Internationale Briefmarken-Börse München (5. bis 7. März 2009);
- 9. April - IBRA/NAPOSTA/19. Internationale Briefmarken-Messe Essen (6. bis 10. Mai 2009);
- 10. September - 110. Deutscher Philatelistentag Bad Sassendorf (18. bis 20. September 2009);
- 10. Septmber: - Internationale Briefmarken-Börse Berlin (9. bis 10. Oktober 2009);
- 8. Oktober - Internationale Briefmarken-Börse Sindelfingen (23. bis 25. Ok tober 2008);
- 12. November - Philatelia und MünzExpo Köln (12. bis 14. November 2009).

07.12.: Kurz nach der Veröffentlichung des Gedenkganzsachen-Programmes für 2009 gab es bereits eine Änderungen. Die Herausgabe der Ganzsache zum Jubiläum "800 Jahre Magdeburger Dom" hat sich vom 9. April auf den 10. September verschoben. Dadurch wird das Programm wenigstens etwas entzerrt.

07.12.: Vermutlich im Einzugsbereich des Briefzentrums 86 in Augsburg kam es in mindestens einer Postfiliale oder -agentur zu einem extrem frühen Verkauf des Markensets "Winter", das am 1. November er schien.

07.12.: Am 3. November wurde in der Postfiliale Friedrich-Wilhelm-Str. 3 in Braunschweig ein neuer Philatelie-Shop eröffnet. In direktem Zusammenhang damit ist wohl die Schließung des Philatelie-Shops im Postamt Goseriede 16 in Hannover zu sehen.

07.12.: Am 2. Januar 2006 erschien die Blumen-Dauermarke "Narzisse" zum ersten Mal selbstklebend in einem Markenset (Bund MiNr. 2515 bzw. MH 61). Am 7. August 2008 kam ein neues Markenset mit derselben Marke heraus. Da die Deutsche Post AG in ihrer Ankündigung nicht den Eindruck erweckte, daß irgendwelche Abweichungen zu der Ausgabe von 2006 vorliegen könnten, vergab die MICHEL-Redaktion keine neue Katalognummer. Dabei lassen sich nach neuesten Erkenntnissen Unterschiede bei beiden Marken nachweisen bzgl. der Inschrift "Narzisse". Auch wenn dies wohl kaum eine Kataloghauptnummer rechtfertigt, sollte doch der spezialisierte Sammler ein Auge darauf haben (Quelle: www.phila seiten.de).

07.12.: Die Grönländische Post hat die Auflagezahlen für vereinzelte Markenausgaben bis zurück in das Jahr 1992 veröffentlicht. Mit 5585 bzw. 5642 Exemplaren weisen die Kleinbogen "Birken-Steinpilz" und "Arktischer Hummer-Hut" vom 17. Januar 2005 die niedrigsten Auflagen auf. Auch andere Kleinbogen aus früheren Jahren bewegen sich im einstelligen Tausenderbereich oder sind knapp fünfstellig. Zwischen 28 278 und 45 498 bewegen sich die Zahlen für die Markenheftchen der Jahre 1999 bis 2006. Die meisten Auflagezahlen einzelner Marken liegen zwischen 100 000 und 200 000 Stück. Die Auflagen der Blocks rangieren meist unter der Grenze von 100 000, wobei der Block "Nordische Mythologie I" mit 53 859 das "Schlußlicht" bildet.


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November 2008

03.11.: von den neuen Automatenmarken der Dt. Post AG mit den beiden Motiven "Post Tower Bonn" und "Brandenburger Tor" sind Frühverwendungen bekannt geworden, da die Versandstelle offensichtlich schon vor dem eigentlichen Erschei-nungsdatum am 24. Oktober die Marken an Sammler und Postfilialen verschickt hat. So legte ein Postler in Bottrop bereits am 1. Oktober eine Rolle mit den beiden neu-en Automatenmarken in den Automaten. Bis zum 6. Oktober sollen 2.500 Exemplare (also eine ganze Rolle mit 2.000 Stück und der Anfang einer zweiten Rolle) ausgegeben worden sein, ehe der Automat abgeschaltet wurde. Die Frühverwendungen sind gut an dem zu hoch stehenden Wertaufdruck zu erkennen. Im Gegensatz zu dem bisher verwendeten Motiv "Briefkasten" befindet sich bei den neuen Automaten-marken der Freiraum für die Nominale unten. Die Justierung der Automaten für die neuen Vordrucke sollte nach Aussage der Deutschen Post AG am 24. Oktober 2008 um 10 Uhr erfolgen.

03.11.: auf den Bogenrändern der im November erscheinenden Weihnachtsmarken und der für den 2. Januar 2009 vorgesehenen Wohlfahrtsmarken wird ein sog. "Gütesiegel" aufgedruckt, das die Postkunden mit dem Text "Gutes tun - Mit Briefmar-ken helfen" zum Kauf animieren soll. Das Gütesiegel, das mit einem Kreuz und fünf Punkten illustriert ist, wurde von dem Wuppertaler Markendesigner Prof. Hans Gün-ter Schmitz entworfen. Die Wertziffern der Wohlfahrtsmarken "iriodin" gedruckt. Iriodin ist ein Perlglanzpigment, das aus mineralischem Glimmer und Metalloxidschichten besteht. Damit lassen sich je nach Betrachtungswinkel interessante Farbeffekte erzielen, wie man das bei dem "Silberstreifen" rechts auf den Euro-Scheinen beobachten kann.

03.11.: die Deutsche Post plant im Jahr 2009 die Herausgabe von Gedenkganzsachen zu folgenden Anlässen:
- 2. Januar - 100 Jahre Deutscher Richterbund (Wertstempel 275. Geburtstag Carl Gotthard Langhans) und 150. Geburtstag Hugo Junkers (Wertstempel Für die Wohlfahrtspflege - Luftfahrzeuge: Ju 52);
- 12. März - 550. Geburtstag Kaiser Maximilian I (Wertstempel 100 Jahre Salzachbrücke) sowie 100. Geburtstag Cilly Aussem und Gottfried Freiherr von Cramm (Wertstempel Für den Sport 2004 - Internationale Sportereignisse: Paralympics);
- 9. April - 250. Geburtstag August Wilhelm Iffland (Wertstempel Schillerjahr) und 800 Jahre Magdeburger Dom (Wertstempel 1200 Jahre Magdeburg);
- 4. Juni - 150 Jahre Bundesfestung Ulm (Wertstempel Burganlage Burghausen).
Alle Ausgaben werden somit im ersten Halbjahr erscheinen, wobei Änderungen des Programmes allerdings möglich sind.

03.11.: im Bonner Philatelie-Shop in der Postbank-Filiale am Münsterplatz wurde im Sommer als Service für Touristen, die dort ihren Markenbedarf für Ansichts-karten deckten, der Österreich-Block "Maskottchen Trix und Flix" zur UEFA EURO 2008 (Österreich MiNr. 2665-2668) zur Nominale von 1,10 Euro angeboten. Beim Kauf wurde über das Schalterterminal die entsprechende Position (PWz-Block-2007 A) "Fußball EM 08" aufgeführt. Da es sich um ein Fremdangebot handelte, wurde auch die im Bruttobetrag enthaltene Mehrwertsteuer von 7 Prozent auf der Quittung ausgewiesen.

03.11.: bei den Plusbriefen und Karten mit individuellem Wertstempel gibt es auch einiges an Neuheiten zu vermelden. An Plusbrief-Neuauflagen sind zu verzeichnen:
- "PLUSBRIEF DIN lang" mit Fenster mit Wertstempel 55 Cent "Ob. Mittelrheintal", jetzt mit Auftragsnummer "C20/1600003045 FSC IMO-COC-24018 BA47282";
- "PLUSBRIEF DIN lang" mit Fenster mit Wertstempel 55 Cent "Schloss Bellevue", jetzt mit Auftragsnummer "C20/16000 03028 FSC IMO-COC-24018 BA46698".
Mit Absenderangabe "Deutsche Post" und individuellem Wertstempel liegen neu vor:
- C5-Umschlag mit Wertstempel 145 Cent "Straße mit gelbem Mittelstreifen" und Werbung "Neue Wege zum Erfolg. Beratungen und Veranstaltungen Oktober 2008 - Februar 2009";
- gelber Umschlag im Format 225 x 285 mm mit Wertstempel 145 Cent "PostAktuell", links mit Abbildung "PostAktuell"-Broschüre und "Sofort öffnen und reinschauen!".
Mit individuellem Wertstempel 55 Cent "Zusteller" ohne Vorausentwertung wurde ein C6/5-Umschlag ohne postalische Absenderangabe bekannt, links mit Bild aus einem DHL-Werbespot, das eine Zustellarmada zeigt. Der zum Versand der "POSTOFFICE-Broschüre" dienende C4-Versandumschlag mit Absenderangabe "Deutsche Post", individuellem Wertstempel "POSTOFFICE" und Vorausentwertung "BONN/a/00.00.08/53113" liegt in einer weiteren Neuauflage vor, jetzt mit einem eine weitere blonde Dame zeigenden Wertstempel.

03.11.: seit dem 1. August ist eine Neuauflage der Pluspäckchenmarke "GOGREEN" im Verkauf, jetzt mit Abbildung stilisierter Schmetterlinge. Die Päckchenmarke wird zusammen mit einem Faltkarton verkauft, der im Umweltschutzdesign Schmetterlinge auf einer Blumenwiese zeigt.

03.11.: die diesjährige Philatelia und MünzExpo, die vom 13. bis 15. November 2008 in der Halle 3.1. der KoelnMesse stattfindet, hat den Besuchern einiges zu bieten. Die Attraktion ist unumstritten eine der berühmten Mauritius-Post-Office-Marken, die erstmals in der deutschen Öffentlichkeit zu bewundern ist. Rund 80 Aussteller decken eine breite Palette ab, im Gegensatz zu den Vorjahren auch die thematische und postgeschichtliche Schiene. 19 Arbeitsgemeinschaften und der Verein für Kölner Postgeschichte geben Einblicke in ihre Arbeit. Im Zentrum Philatelie bieten die Vertreter der philatelistischen Verbände ihre Dienste an. Und erstmals ist für alle diese Leistungen kein Eintritt zu zahlen! Das Zentrum Philatelie wird getragen vom Philatelistenverband Mittelrhein im BDPh, vom Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV), vom Bund Philatelistischer Prüfer (BPP), vom Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB) und der Deutschen Philatelisten-Jugend (DPhJ). Vertreter des Philatelistenverbandes Mittelrhein stehen für Auskünfte und Informationen zur Verfügung. Am Stand des Prüferbundes sind an allen drei Tagen die Verbandsprüfer Dr. Hans-Karl Penning, Dr. Helmut P. Oechsner, Wilhelm van Loo und Rolf Tworek anwesend. Am 13./14. November bzw. 14./15. November verstärken Michael Wieneke und Hans-Dieter Schlegel das Team. Am 13. November kommt außerdem Rainer Bender, am 14. November Udo Fleiner und am 15. November Volker Mehlmann. Neben einer allgemeinen Beratung werden Fragen zu den einzelnen Prüfgebieten beantwortet. Prüfungen können allerdings aus verständlichen Gründen vor Ort nicht durchgeführt werden! Der Stand des APHV ist ständig mit öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen besetzt. Der Landesring Mittelrhein der Deutschen Philatelisten-Jugend wendet sich mit verschiedenen Aktionen an die jungen Besucher, die sich für das Briefmarkenhobby interessieren. Der Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels e. V. hat sich für die Besucher der Philatelia und MünzExpo eine Überra-schung überlegt: Er verschenkt Euro-Münzen von Zypern zu 1, 2 und 5 Cent. Außerdem wird am Stand Nr. 71 das Glücksrad gedreht; zu jeder vollen Stunde werden attraktive Preise verlost. Auf der Philatelia und MünzExpo sind die Arbeits- und Forschungsgemeinschaften stark repräsentiert. Sie informieren an ihren Ständen über ihre Arbeit und können spezielle Fragen zu den Sammelgebieten beantworten. Die Stände der Arbeits- und Forschungsgemeinschaften befinden sich in der Nähe der Deutschen Post. Einige Arbeitsgemeinschaften - auch solche, die in Köln nicht mit einem Stand vertreten sind - halten Mitgliedertreffen oder Jahreshauptversammlungen ab. Einen lokalen philatelistischen Bezug bekommt die Veranstaltung durch das starke Engagement des Vereins für Kölner Postgeschichte e. V., der eine Sonderschau organisiert hat.

03.11.: am 6. Oktober kamen die ersten färingischen Automatenmarken in Umlauf. Postverk Føroya und Shell haben vereinbart, in Tankstellen Automaten aufzustellen. Im Laufe des Oktober sollten in zwei Tankstellen in der Hauptstadt Tòrshavn und der Shell-Tankstelle in Klaksvik die ersten drei Automaten in Betrieb genommen werden. Sie funktionieren wie ein kleines Postamt, d. h., man kann Briefe und Pakete über sie versenden. Später soll auch die Abholung von Paketen möglich sein. Der Wertaufdruck der Automatenmarken, den der Kunde selbst wählen kann, bewegt sich zwischen 0,50 und 100 Dänischen Kronen. Postverk Føroya plant, jedes Jahr einen Motivwechsel vorzunehmen. Die Automatenmarken müssen bei der Versandstelle gesondert bestellt werden.

03.11.: die Postorganisationen von Finnland, Chile und rund 30 weiteren Ländern geben im Jahre 2009 Briefmarken über den Klimawandel heraus. Das gemeinsame Thema lautet: "Preserve the Polar Regions and Glaciers". In Finnland wird diese in-ternationale Kampagne vom Philatelic Centre von Itella geleitet. Der finnische Beitrag ist ein Block mit zwei Briefmarken, der am 18. März 2009 erscheint. Die Briefmarken-Kooperation, die beachtliche Ausmaße angenommen hat, begann damit, daß Finnland und Chile beschlossen, mit Briefmarken darauf aufmerksam zu machen, daß die Erwärmung der Welt nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt mit sich bringt. Den Anstoß gab Chiles Präsidentin Michelle Bacheletin bei ihrem Staatsbesuch in Finnland im Mai vergangenen Jahres. Mehrere andere nordische Länder, eine große Reihe von europäischen Staaten und außerdem Australien, Neuseeland, Kanada, Brasilien, Südafrika und Indien schlossen sich der Kampagne an. Als Leiter der Kampag-ne fungiert Markku Penttinen, der Direktor des Philatelic Centre, der von Carlos Parra, dem Botschafter Chiles in Finnland, unterstützt wird. Auch die Chilenische Post ist ein bedeutender Akteur gewesen: Sie hat Informationen über die Kampag-ne verbreitet und Postorganisationen anderer Länder zum Mitmachen aufgefordert. Auf der Ausgabe Finnlands ist ein Foto von einem polaren Meer zu sehen, in dem Brocken von schmelzendem Kontinentaleis treiben. Die Marken auf dem Block sind rund und zeigen ein Stück vom Himmel. In der Mitte beider Marken ist das Kristallsymbol der Kampagne angebracht. Zwischen den Marken, in der Mitte des Blocks, sieht man eine grafische Darstellung vom Erdball, auf der die Polargebiete durch die Perforierung der Briefmarken abgehoben werden. Am Rand des Blocks werden die Erwärmung des Klimas und der Anstieg des Meeresspiegels angedeutet.

03.11.: anläßlich "309 Jahre Ein Herz für Kinder" erscheint am 13. November eine Sondermarke, die den Titel "Ein Herz für Kinder", ein Herz, Kinderzeichnungen und die Nominale zu 55 Cent zeigt. In den 30 Jahren sind über 112 Mio. Euro zusammen gekommen Die Aktion wurde damals von dem Verleger Axel Springer initialisiert!


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Oktober 2008

03.10.: Auf Drängen des Schalterdienstes, der in der Vorweihnachtszeit den Postkunden zuschlagsfreie Briefmarken mit weihnachtlichen Motiven anbieten möchte, erscheint am 1. November ein "Weihnachtsmarken"-Set zu 5,50 Euro. Es enthält je fünf selbstklebende Exemplare der 2005 herausgegebenen 55-Cent-Sondermarken "Deutsche Malerei: Anbetung der hl. Drei Könige" (MiNr. 2437) und "450 Jahre Augsburger Religionsfrieden" (MiNr. 2488), die in dem Set schachbrettartig angeordnet sind. Aufgrund der Größe der Marken kann das neue Plano-Format für das Set (9 x 13 cm) nur dadurch eingehalten werden, daß vier der zehn Marken in einer zusätzlichen Klappe untergebracht werden, d. h., das Marken-Set ist einmal gefalzt. Die Idee eines solchen Marken-Sets mag ja gut sein, aber die Begleitumstände zeugen von wenig Fingerspitzengefühl. Eine Erstausgabe am Samstag gab es schon, aber an einem Samstag, der in einigen bzw. den größten Bundesländern gesetzlicher Feiertag (Allerheiligen) ist, wohl noch nicht. Viel schlimmer dürfte der Einnahmeverlust aus den Zuschlägen der diesjährigen Weihnachtsmarken sein, die am 13. November, knapp zwei Wochen später, in Umlauf kommen. Welcher Postkunde wird in den Wochen vor dem Fest Zuschlagsmarken kaufen, wenn er weihnachtliche Motive als praktische Selbstklebende zur Nominale haben kann? Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege als Empfänger der Zuschläge muß nun auf Postkunden hoffen, die ihnen treu bleiben, nur wenige Exemplare oder das Postkarten-Porto benötigen!

03.10.: Auf der 17. Internationalen Briefmarken-Messe Anfang Mai 2007 in Essen kündigte Postphilatelie-Chef Christian Faißt die Einführung von zwei neuen ATM-Vordrucken im Jahre 2008 an. Nachdem die ursprünglich zur Essener Briefmarken-Messe 2008 geplante Herausgabe aus wirtschaftlichen Gründen - es gab noch erhebliche Restbestände des alten Vordrucks - verschoben werden mußte, ist es nun am 24. Oktober endlich so weit. Der Termin des Erstverkauftages ist mit Blick auf die Eröffnung der Internationalen Briefmarken-Börse in Sindelfingen gewählt worden. Erstmals werden zwei unterschiedliche Motive in abwechselnder Reihenfolge (alternierend) auf eine Rolle gedruckt und so vom Automaten ausgegeben. Zieht man also mehrere Postwertzeichen, erhält man immer sowohl Motiv A als auch Motiv B. Die Nummerierung auf der Rückseite bleibt erhalten wie bisher. Diese Marken werden das am 4. April 2002 eingeführte Motiv "Briefkasten" Zug um Zug ablösen. Die alten ATM-Vordrucke behalten weiterhin Gültigkeit. An 62 Standorten wird der Motivwechsel pünktlich am 24. Oktober vollzogen.

03.10.: Ab 24. Oktober bietet die Deutsche Post ein Ganzsachen-Set mit den neuen Automatenmarken im Wertstempel zum Preis von 7,50 Euro an. Es enthält eine Postkarte mit der ATM "Brandenburger Tor" zu 0,45 Euro, einen Umschlag (Standardbrief) mit der ATM "Posttower" zu 0,55 Euro, einen Umschlag (Kompakt-brief) mit den ATM "Brandenburger Tor" zu 0,45 Euro und "Posttower" zu 0,55 Euro, einen Umschlag mit BZL Einschreiben Einwurf mit der ATM "Posttower" zu 2,15 Euro und einen Umschlag mit BZL SB-Einschreiben mit der ATM "Brandenburger Tor" zu 0,55 Euro. Die beiden Ganzsachen mit dem aufgedruckten Einschreibe-Label erhalten eine individuelle Sendungsnummer zur Nachverfolgung des Briefes. Der Ganzsache mit dem SB-Einschreiben ist ein Einlieferungsbeleg beigelegt. Die ATM-Ganzsachen Postkarte und Standardbrief sind auch als Zehner-Sets erhältlich (Verkaufspreis 5,20 bzw. 6,50 Euro). Am 24. Oktober wird in Bonn ein spezieller Erstverwendungsstempel eingesetzt. Der Verkauf der Ganzsachen-Sets ist auf die Briefmarkenbörse in Sindelfingen, die Stände der Teams "Erlebnis: Briefmarken" und die stationären Philatelie-Schalter in einigen großen Postfilialen beschränkt. Schriftliche Bestellungen sind an die Niederlassung Philatelie zu richten.

03.10.: Zum Einführungspreis von 2,99 Euro (statt 3,30) brachte die Deutsche Post am 1. September ein 5er-Set Plusbriefe im Format DIN lang ohne Fenster in die Filialen, auf denen fünf verschiedene Wertstempel aufgedruckt sind, die bis in das Jahr 2003 zurückreichen: "150 Jahre Enzviadukt Bietigheim" (2003), "200. Geb. G. Semper/Semperoper, Dresden" (2003), "Weihe der Dresdner Frauenkirche" (2005), "Jahreszeiten: Herbst" (2006) und "275. Geb. C. G. Langhans, Brandenbur-ger Tor" (2007). Den auf der Verpackung abgebildeten Plusbrief mit dem Wert-stempel "Nationalpark Bayerischer Wald" von 2005 sucht man in dem Set allerdings vergebens.

03.10.: Der deutsche Einsatz bei der Mission EUFOR neigt sich dem Ende zu. Grund für die Arbeitsgemeinschaft Bundeswehr-Philatelie, letztmalig einen beson-deren Service anzubieten. Ein Angehöriger der ArGe ist ab Oktober bei EUFOR in Bosnien-Herzegowina zu einem Informationsbesuch. In Absprache können Interessenten folgendes Set erhalten: einen Einschreibebrief mit EUFOR-Cachet, eine Ansichtskarte aus Sarajevo/Butmir mit EUFOR-Cachet und einen Brief mit EUFOR-Cachet. Aus verständlichen Gründen erfolgt die Versendung nicht über die Feld-post, sondern über die örtliche Post in Sarajevo mit Marken von Bosnien-Herzego-wina. Der Preis pro Set beträgt 10 Euro in bar, wobei hier Porto, Kosten für die Ansichtskarte und Bearbeitung sowie ein möglicher Spendenbetrag eingeschlossen sind. Interessenten senden jeweils zwei adressierte Umschläge sowie einen Adress-aufkleber für die Postkarte bis spätestens 10. Oktober an Armin Blase, Postfach 11 16, 24331 Eckernförde. Wer eine handschriftliche Adresse auf der Postkarte wünscht, muß zusätzlich eine 55-Cent-Marke als Bearbeitungsgebühr beifügen. Als weiteres Angebot sind eine Ansichtskarte und ein Brief für zusammen 5 Euro mög-lich. Pro Einsender können nur jeweils drei Sets geordert werden. Die Belege dürften besonders für Europasammler interessant sein. Falls vorhanden und möglich, werden vor Ort die neuen Europa-Marken ("Der Brief") verklebt.

03.10.: Die Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Postbezirk e. V. hat in ihrem Rundbrief Nr. 77 u. a. die größten bekannten gestempelten Einheiten der NDP-Frei- und Dienstmarken tabellarisch erfaßt, beschrieben und mit einem Herkunftsnachweis versehen. Es ist das Ergebnis einer nunmehr schon drei Jahre andauernden Recherche. Einige der Blocks und Streifen sind abgebildet. Interessanterweise konnte bisher keine Einheit, nicht einmal ein Paar, der Dienstmarke MiNr. 9 registriert werden. Über einige Paare ist man bisher nicht bei der MiNr. 8 hinausgekommen. Kontakt zur ArGe: Heinrich J. Kruse, Lönsweg 4, 40822 Mettmann, Telefon 02104/7 64 55.

03.10.: NordbayernPost ist ein Unternehmen der Firmengruppen Müller Medien und Nürnberger Nachrichten. Das Zustellgebiet umfaßt die Postleitzahlen bereiche 90 und 91. Darüber hinaus kann die deutschlandweite Zustellung der Geschäftsbrie-fe zu günstigen Konditionen gewährleistet werden und zwar durch Kooperationen mit weiteren regionalen Zustellpartnern und der TNT-Post. Am 30. Juli erschien die erste Briefmarkenserie "Bewegte Plätze", die Motive aus der Region vorstellt: 42 Cent/Postkarte "Plärrer Nürnberg" (1750 Bogen), 50 Cent/Standardbrief "Hauptbahnhof Nürnberg" (12 500), 85 Cent/ Kompaktbrief "Rathaus Fürth" (5000), 135 Cent/Großbrief "Arcaden Erlangen" (1750) und 195 Cent/Maxibrief "Rathaus Schwabach" (2500). Die Herstellung erfolgte in naßklebenden Zwölferbogen. Aufge-legt wurde zudem eine Klappkarte im Format DIN A4 (4000 Stück) sowie ein "Schmuckbogen" mit den fünf Marken und sieben Zierfeldern, der eine Auflage von 2500 Stück hat. Außerdem kamen sogenannte Businesslabel Standard (31 250 Bogen), Kompakt, Groß und Maxi (je 6250 Bogen) in selbstklebenden Zehnerbogen heraus, die als Inschrift die jeweilige Versandform aufweisen. Kontakt: NordbayernPost Zustellgesellschaft mbH & Co. KG, Neuburger Str. 26, 90451 Nürnberg, Telefon: 0911/96 44 55 55, Telefax: 0911/96 44 55 66.

03.10.: Gerade bei den bekanntesten deutschen Blockausgaben sind philatelistisch anerkannte Plattenfehler eigentlich sehr selten: Es gibt (bisher) keine katalogisier-ten Plattenfehler bei IPOSTA-, Nothilfe- und OSTROPA- oder irgendeinem anderen Block des Deutschen Reichs, keine bei den Altershilfeblocks der Gemeinschaftsausgaben, keine bei fünf der insgesamt sechs SBZ-Blocks (Ausnahme: Block MiNr. 3 PF IV), keine beim Beethoven-Block der Bundespost und keine bei den Marx-Blocks der DDR. Als Ausnahmen können lediglich einige Blockausgaben der drei Länder der Französischen Zone, der DEBRIA-Block der DDR (Block MiNr. 7 I/II) und Berlins Währungsgeschädigten-Block (Block MiNr. 1 I) gelten. Letzterem hätte sich eigent-lich längst ein zweiter, seit mehreren Jahren aktenkundiger Plattenfehler zugesellen müssen, den die Katalogmacher aber bisher nicht zur Kenntnis genommen haben. Die ehemals katalogisierten Plattenfehler des großen Hochwasserblocks des Saarlands haben sich vor einigen Jahren als Typenmerkmale der acht verschiedenen bei der Herstellung verwendeten Drucknutzen erwiesen. Sie werden seither nicht mehr katalogisiert. Wechselt nun, 55 Jahre nach seiner Ausgabe, einer der vier Marx-Blocks der DDR (Block Mi Nr. 8-9/A-B) die Seiten? Gesichert ist dies bislang keineswegs, aber es scheint durchaus möglich. Denn es liegt ein Exemplar des zweiten Blocks in der geschnittenen Variante (Block MiNr. 9 B) vor, der gleich zwei gemein-sam auftretende Auffälligkeiten aufweist. Diese sind insbesondere im Vergleich der beiden hier im Bild gezeigten Marx-Blocks gut erkennbar. Während beim unauffälligen ersten Block die obere Rand in Schrift "KARL-MARX-JAHR" fehlerfrei ausge-prägt ist und alle Serifen an den Buchstabenenden vorhanden sind, fehlen beim zweiten Block die beiden Serifen des "K" von "KARL" vollständig oder teilweise. Auch die linke Serife des "A" erscheint ausgedünnt. Zugleich weist dieser zweite Block eine wie auch immer zustande gekommene "Verwischung" der rotbraunen Far-be des 60-Pf-Wertes auf. Die linke obere Ecke des Markenbildes ist ausgefranst, und auch die Null der Wertziffer "60" scheint auf ihrer rechten Seite nicht mehr klar begrenzt. Welche Ursachen beide Erscheinungen haben, ob sie überhaupt einheitlich verursacht sind, und ob es sich um systematisch wiederkehrende Abweichungen handelt, die philatelistisch gegebenenfalls als Abarten anzusprechen wä-ren, muß einstweilen offen bleiben, wird sich aber hoffentlich mittelfristig klären lassen. Jedenfalls stehen auf dem Markenmarkt hinreichend viele Marx-Blocks zur Verfügung, die sich zur Überprüfung anbieten.

03.10.: Am 21. Juli hat die Irische Post im Hauptpostamt von Dublin in einem Pilotversuch einen Selbstbedienungsautomaten in Betrieb genommen, mit dem die Postkunden die wichtigsten Briefdienstleistungen selbst erledigen können. Der Automat, übrigens ein Produkt des deutschen Herstellers Wincor Nixdorf, gibt "Label" zur Frankatur heraus. Die Irische Post bietet vier verschiedene in der Wertstufe 55 Cent an, die links die Motive der Sondermarkenserie "Wasserwege in Irland" vom 20. Oktober 2006 zeigen.

03.10.: Aus Anlaß der XXIX. Olympischen Sommerspiele in Peking hat die Österreichische Post den Sonderblock "Panda-Forschung in Schönbrunn" aus dem Jahre 2003 (Block MiNr. 18) mit dem Logo und dem Maskottchen der Pekinger Spiele überdruckt. Die Auflage ist nicht bekannt. Der Preis beträgt 3,50 Euro.

03.10.: Seit 2004 fördert der Verein Child?s Horizon e.V. mit seinem Projekt "Lese- und Bildungsförderung" jedes Jahr eine Vielzahl von Kindergärten, Kinderhei-men, Schulen und anderen Einrichtungen. Ziel ist es dabei, Jugendeinrichtungen, die über keine oder nur karg bestückte Bibliotheken verfügen mit Sachspenden zu un-terstützen und die Allgemeinbildung der jungen Menschen zu fördern. Auch die Redaktion von MICHEL möchte sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Deutschland eine helfende Hand reichen und sie in die interessante und lehrreiche Welt der philatelistischen Literatur entführen. Aus diesem Grund hat der Verlag 50 MICHEL-Junior-Kataloge an Child?s Horizon gespendet und wünscht allen jungen Lesern viel Freude beim Stöbern und Entdecken! Wenn auch Sie den Verein mit unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an: Child?s Horizon e.V., Nelsenstr. 15, 41748 Viersen, Tel.: 0 21 62 ? 1 06 28 69, info@childs-horizon.de. Post- und Lieferadresse: Iris Kater, Hormesfeld 9 B, 41748 Viersen.

03.10.: Die Motivgruppe Musik führte auf Ausstellungen oder Briefmarkenmessen eine Abstimmung zur schönsten Musikbriefmarke des Jahres durch. Inzwischen liegen die Ergebnisse des Wettbewerbs vor und auch die Gewinner der "Yehudi Menuhin Trophy 2008" wurden bekanntgegeben. Den ersten Preis erhält in diesem Jahr Eugène Kalmus für die Gestaltung der Briefmarkenserie "Die großen Pfei-fenorgeln", die am 4.12.2007 von der Luxemburgischen Post herausgegeben wurde. Den zweiten Platz belegt Guy Rausch für das "Römische Mosaik von Vichten", ebenfalls eine Ausgabe der Luxemburger Post, erschienen am 3.9.2007. Der dritte Platz geht an N. Gjulumjan und den armenischen Block zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart, herausgegeben am 13.3.2007. Die siegreichen Markenausgaben finden Sie auf der Internetseite der Motivgruppe Musik unter folgendem Link: http://www.motivgruppe-musik.de. Unter allen Sammlern, die sich an der Abstimmung zur Wahl der schönstem Musikbriefmarke 2007 beteiligt haben, wurden zwei Musik CDs verlost. Die Gewinner sind Werner Reiche aus Dresden und Haide Wel-lenreuther aus Hamburg.


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September 2008

07.09.: nun sind die ersten Exemplare der selbstklebenden Marken aus der DTM-Portocard aufgetaucht. Zwar gibt es ungeaue Erklärungen und Argumentationen der Deutschen Post AG und der MICHEL-Redaktion, daß die der Ausgabe keinen amtlichen Charakter hätten und MICHEL - keine Katalogisierung vornehmen will, aber dem Handel kann so kaum Einhalt gebieten werden. Man darf gespannt sein, was noch alles auf dem Markt landet, denn davon werden die Preise auch abhängig sein. Das Auktionshaus Ulrich Felzmann (Düsseldorf) kann auf seiner Herbstversteigerung vom 8. bis 11. Oktober gleich zwei Lose zum Thema "DTM-Portocard "anbieten. Aus philatelistischer Sicht am interessantesten ist ein Fensterumschlag einer Firma aus Lebach im Saarland (rund 110 km Luftlinie entfernt vom Hockenheimring, wo die Portocard im April verteilt wurde), auf dem eine der vier in der Portocard ent-haltenen Marken (Rad fahrender Postbote im Norden, gezähnt MiNr. 2447) klebt. Die Entwertung erfolgte am 23. Juli 2008, also mehr als drei Monate nach der Verteilung, mit dem Maschinenwellenstempel des Briefzentrums 66 in Saarbrücken, womit auch der Beweis erbracht wäre, daß die in dem verwendeten Etikettenpapier enthaltene Fluoreszenz offenbar ausreichend ist. Die Deutsche Post AG sprach in ihrer Stellungnahme bezüglich der Intensität der Fluoreszenz in den Marken von "nicht einmal 50 Prozent des für die automatische Erkennung erforderlichen Wertes". Der Beleg startet mit immerhin 350 Euro. Das Auktionshaus Felzmann kann außerdem eine komplette Portocard mit allen vier Marken anbieten, die mit stolzen 800 Euro startet. Sollten die Lose verkauft werden, dürfte sich der Einlieferer über ein hübsches Sümmchen freuen, denn er ergatterte das "Give away" als Besu-cher des DTM-Rennens in Hockenheim.

07.09.: das Highlight der diesjährigen Philatelia und MünzExpo, die vom 13. bis 15. November 2008 in der Halle 3.1. der KoelnMesse stattfindet, wird eine der berühmten Mauritius-Post-Office-Marken sein. Es handelt sich um eines von nur drei registrierten orangeroten Exemplaren in ungebrauchter Erhaltung. Präsentiert wird die Weltrarität vom Auktionshaus Dr. Wilhelm Derichs (Köln/Berlin), das mit einem Stand vertreten ist und die Mauritius-Marke im nächsten Jahr versteigern wird. Sie stammt aus der Sammlung eines deutschen Industriellen, der bereits 1974 verstorben ist. Nach dem vorläufigen Anmeldestand beteiligen sich über 80 Händler, Auktionatoren, Zubehörhersteller und Verlage aus dem In- und Ausland sowie Postverwaltungen und deren Agenturen. Größter Aussteller ist die Deutsche Post AG Philatelie, die am Eröffnungstag fünf neue Sondermarken an ihre Schalter bringt. Darüber hinaus werden drei Sonderstempel eingesetzt. Hervorzuheben beim philatelistischen Angebot ist die Anwesenheit mehrerer gut sortierter Händler für Postgeschichte und Thematik. Der Münz-Bereich wird durch die Teilnahme der Ver-kaufsstelle für Sammlermünzen und der deutschen Münzprägestätten, die gemeinsam in einem Stand auftreten, aufgewertet. Sehr erfreulich sind auch die Anmeldungen der Arbeits- und Forschungsgemeinschaften. Bis jetzt haben schon 18 Ar-gen einen Info-Stand gebucht. Einige Arbeitsgemeinschaften - auch solche, die in Köln nicht mit einem Stand vertreten sind - halten Mitgliedertreffen oder Versammlungen ab. Der Verein für Kölner Postgeschichte wird eine kleine Sonderschau auf die Beine stellen, die die vielfältigen Aspekte der Philatelie in Köln dokumentiert. Der Eintritt zur Philatelia und Münz-Expo 2008 ist übrigens erstmals frei! Detaillierte Informationen sind bzw. werden rechzeitig auf der Homepage http://www.philatelia.de eingestellt.

07.09.: zu den herausragenden Renommierstücken der klassischen internationalen Philatelie zählt der sogenannte brasilianische "Pack Strip" aus dem Jahr 1843: ein einzigartiger senkrechter Zusammendruck-Dreierstreifen aus zwei Werten zu 30 Reis und einer 60 Reis "Ochsenauge". Der 1897 entdeckte Streifen, der Stempelabschläge von "Geral da Corte" aus dem Jahr 1844 trägt, verdankt seinen Namen "Pack Strip" dem Umstand, daß der Sammler Charles Lathrop Pack einer seiner er-sten Eigentümer war. Entstanden ist der Streifen, weil im Jahr 1843 die sogenannten "Ochsenaugen"-Ausgaben zu 30, 60 und 90 Reis von einer Platte gedruckt wurden, die je einen Bogen zu jeweils 18 Exemplaren dieser drei Werte senkrecht aneinanderreihte. Bei einer Robert-Siegel-Auktion Anfang Juni dieses Jahres wurde der "Pack Strip", dort auf 1 bis 1,5 Mio. Dollar taxiert, für 1,9 Mio. Dollar zugeschlagen. Der nicht genannte telefonische Bieter hat daher einschließlich Aufgeld 2,185 Mio. Dollar - umgerechnet fast 1,4 Mio. Euro - für diese spektakuläre Mar-keneinheit gezahlt. Dieser Preis rückt Brasiliens "Pack Strip" unter die Top 5 der kostspieligsten philatelistischen Raritäten aus aller Welt. Bei der Auflösung der Pack-Sammlung im Dezember 1944 hatte der Streifen noch für schlanke 6250 Dollar den Besitzer gewechselt. Zuletzt war er 1993 auf dem Markt gewesen. Bei David Feldman in Genf wurde er für 1 Mio. Schweizer Franken zugeschlagen.

07.09.: am 2. September, rechtzeitig vor Beginn der WIPA08, bringt die Österreichische Post eine neue anlaßbezogene selbstklebende Rollenmarke zu 55 Cent an die Schalter. Die vom bekannten Künstler Hannes Margreiter gestaltete Marke zeigt den Veranstaltungsort der WIPA08, das Austria Center Vienna, umgeben von der modernen Skyline der sogenannten Donauplatte. Die Auflage wurde auf 3,88 Millionen Stück festgesetzt. Aus technischer Sicht ist die Rollenmarke eine Welt-premiere. "Die WIPA08-Marke wird auf einer brandneuen 10-Farben-Rollenoffsetdruckmaschine mit Inline-Folie der Firma Joh. Enschedé Security Print hergestellt", teilte die beauftragte Druckerei mit. "Für die Produktion der Marke wird ein 120er-Raster (derselbe, wie er als Standardraster für den Bogendruck einge-setzt wird) verwendet, der eine hohe Detailqualität gewährleistet. Mit einer Größe von 25 x 30 mm ist die Marke exakt gleich groß wie zuvor produzierte Rollenmarken und wird in Schachteln zu 25 Stück geliefert. Die Produktion der ersten laminierten Rollenmarke stellt somit eine Weltpremiere der Österreichischen Post AG dar."

07.09.: Dr. Erich Haas, Leiter der Philatelieabteilung der Österreichischen Post, kündigte als Dankeschön für die Abonnenten eine Sondermarke zu 55 Cent mit der Abbildung der "Ranunkel" an. Sie ist nur für Dauerkunden gedacht und wird an diese kostenlos abgegeben. Eine Einzelbestellung ist nicht möglich. Die Auflage beträgt 200 000 Stück.

07.09.: anläßlich der 29. Olympischen Sommerspiele in Peking hat die Postverwaltung der Vereinten Nationen den Olympia-Block in Euro-Währung mit einem schwarzen Überdruck versehen, der neben dem Schriftzug "PEKING 2008" drei Medaillen mit olympischen Themen und UN-Logos zeigt. Die Auflage beträgt 180 000 Stück.

07.09.: der Schwaneberger Verlag kümmert sich seit Jahren um die Nachwuchsförderung in der Philatelie und hat hier in letzter Zeit neue Akzente gesetzt. Es geht dabei vor allem um eine stärkere Kinder- und Jugendarbeit. Prof. Dr. Ernst Pöppel vom "Institute for Medical Psychology" in München, belegt den Zusammenhang zwischen frühkindlicher Bildung und der späteren Entwicklung im Alter so: "Die beste Prävention gegen Alzheimer ist die frühkindliche Hirnaktivität". MICHEL setzt in diesem Zusammenhang bereits seit längerem auf so genannte "Lernhygienefaktoren" wie Konzentration, Gründlichkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, Interesse an Sekundärliteratur, Training der Feinmotorik, Erwecken der Lernbegierde und vieles andere mehr. Diese Faktoren werden unter anderem durch die Beschäftigung mit Briefmarken eindeutig positiv gefördert. Anhand von Prüfungsergebnissen guter Schüler läßt sich das beispielsweise erkennen. Neben der Zusammenarbeit mit Jugendverbänden unterstützt MICHEL daher das Projekt "Lichtblick Hasenberg", das unter der Trägerschaft der kath. Jugendfürsorge e.V. und dem Engagement von Sozialpädagogin Frau Johanna Hofmeir in München entstanden ist. Jugendliche (mit sozial schwierigem Hintergrund) erleben hier mit großer Freude die vielfältigen Möglichkeiten der Wissensvermittlung durch das Sammeln von Briefmarken. In den Jahren 2007 und 2008 hat MICHEL die "didacta" zusammen mit dem BDPh bzw. zusammen mit dem Leiter der Bundesstelle für philatelistische Jugend- und Bild-ungsarbeit im BDPh, Herrn Siegfried Dombrowsky besucht und am eigenen Stand ausgestellt. Umfangreiche Lehrerpakete (mit wertvollen MICHEL-Katalogen, Briefmarken, Albenblättern, u.a.m.) wurden an mehrere hundert Interessierte verteilt. Ebenso hat MICHEL an der Leipziger Messe "Modell-Hobby-Freizeit" als Aussteller teilgenommen und auch dort versucht, neue Sammler anzusprechen und für das schöne Hobby Briefmarkensammeln zu gewinnen. Des weiteren werden laufend Schulen, auch mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter aus dem BDPh, aktiv angesprochen, sowie Jugendgruppen wie in Erlangen unter der Leitung des sehr engagierten Herrn Martin Willand und dessen sehr aktiver Ehefrau gerne unterstützt. Nicht zuletzt unterstütze der Verlag viele engagierte Philatelisten, wie z. B. den unermüdlichen Bodo von Kutzleben aus Frankfurt, der die Events "Römer" (Sindelfingen) oder "Dinodays" (Senckenberg-Museum, Frankfurt) ins Leben gerufen hat, mit Sachzuwendungen und philatelistischer Fachkompetenz. Damit kam die Idee auf, den MICHEL-Nachwuchs-Förderpeis ins Leben zu rufen. Wer kann teilnehmen? Alle Vereine, Organisationen, Privatpersonen, Schulen, etc. die es sich zur Aufgabe ge-macht haben, die Jugend an das Thema Sammeln heranzuführen. Dieser Preis ist ausgestattet mit einer finanziellen Unterstützung, er wird zusätzlich ergänzt durch einen "MICHEL-Tag" mit persönlicher Betreuung durch Mitarbeiter bei Schwaneberger (Führung durch das Haus, Vortrag, Einführung in die Katalogarbeit und vieles andere mehr). Die erste Preisverleihung findet 2008 in Sindelfingen statt. Bewerbungen sind zusammen mit ausführlichen Unterlagen, die geeignet sind, die Arbeit zur Nachwuchsförderung zu belegen, bis 15.10.2008 einzusenden an den Schwaneberger Verlag GmbH, Ohmstrasse 1, 85716 Unterschleißheim.


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August 2008

03.08.: am 12. Juni dieses Jahres kam die neue Bund-Wohlfahrtsserie "Luftfahrzeuge" mit vier Zuschlagswerten (MiNr. 2670-2673) an die Postschalter. Die zweite Marke des Satzes zu 55+25 Cents (MiNr. 2671) zeigt eine Rückansicht des Großraumflugzeugs Airbus A380 bei Start oder Landung. Nur zwei Wochen nach Ausgabe dieser Marke meldete Bundesprüfer Hans-Dieter Schlegel BPP, daß ihm ein in München erworbener vollständig ungezähnter Kleinbogen zu zehn Werten dieser Marke zur Prüfung vorgelegt worden sei. Bisher ist nur dieser eine ungezähnte Kleinbogen bekannt. Sicherlich wird diese Zähnungsabart als MiNr. 2671 U Aufnah-me im nächsten MICHEL-Deutschland-Spezialkatalog finden. Nicht auszuschließen ist, zumal zu diesem frühen Zeitpunkt, daß künftig noch weitere ungezähnte Bogen dieser Marke oder auch anderer Werte des Satzes auftauchen werden. Ohnehin ist auffällig, dass beachtliche viele Ausgaben im gleichen großen, querrechteckigen Markenformat aus den vergangenen etwa 15 Jahren nach und nach mit ganz oder teilweise fehlenden Zähnungen in Sammlerhand gelangt sind - viele von ihnen übri-gens nachweislich durch unverdächtige Verkäufe über Postschalter. Betroffen sind insbesondere die Werte der Markenserien "Bilder aus Deutschland" (ab 1993) und "Landesparlamente in Deutschland" (ab 1998). Nicht alle sind bisher auch schon katalogisiert.

03.08.: Zum zweiten Mal startet das Bundesministerium der Finanzen den Wettbewerb "Setze ein Zeichen". Gesucht werden die schönsten, originellsten und historisch bedeutsamsten Ideen für Briefmarkenmontive, die im Jahr 2010 erscheinen sollen. So heißt es in einer Pressemitteilung des BMF vom 26. Juni 2008. In Deutschland erscheinen jährlich rund 50 neue Sondermarken in einer Auflage von jeweils rund 10 Millionen Stück. Darüber, was auf den Marken zu sehen ist, entscheiden die Bürger mit. Nach dem erfolgreichen Wettbewerbsauftakt 2007 mit mehr als 1200 eingereichten Vorschlägen stehen die Motive für 2009 fest. Sammler und Briefmarkenfreunde können sich auf "50 Jahre Asterix", den "100. Geburtstag von Heinz Erhardt" und "20 Jahre Mauerfall" freuen - und das sind nur einige der 20 prämierten Ideen. Jetzt geht der Wettbewerb in die zweite Runde.
Interessierte Sammler schicken Ihre Vorschläge bis zum 15. September 2008 an das Bundesministerium der Finanzen, Referat Postwertzeichen, Stichwort ‚Zeichen setzen', Wilhelmstr. 97, 10117 Berlin, www.bundesfinanzministeri um.de.

03.08.: das Ausgabeprogramm 2009 ist gegenüber der ersten Veröffentlichung am 28. Februar 2008 um zwei Sondermarken zu je 55 Cent angewachsen, mit denen der Zusammenbruch des Ostblocks vor 20 Jahren dokumentiert wird: "20 Jahre Grenzöffnung durch Ungarn" (gleichzeitig Gemeinschaftsausgabe mit Ungarn) am 13. August 2009 und "20 Jahre Friedliche Revolution" am 8. Oktober 2009, bei denen die sogenannten Montagsdemonstrationen in der damaligen DDR thematisiert werden könnten. Die beiden Marken "Aktuelles" im Oktober 2009 haben mit dem Umbruch 1989 nichts zu tun; sie dienen weiterhin als Platzhalter, um kurzfristig auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können. Dies erklärte zumindest Milko Roth vom Referat Postwertzeichen beim Bundesministerium der Finanzen auf Anfrage. Gegenüber dem Vorjahr ist die Gesamtnominale der 54 Sondermarken (2008: 52) von 39,30 auf 41,15 Euro gestiegen. Die Zuschläge verbleiben auf 4,45 Euro, so daß unterm Strich der Aufwand für die Sammler rund zwei Euro höher liegt. Das komplette Ausgabeprogramm 2009 mit Ausgabetagen und Nominalen wird in Kürze offiziell veröffentlicht werden.

03.08.: in diesem Monat werden zwei Sonderfeldpostämter der Bundeswehr eingerichtet und zwar während der "Hanse Sail" in Rostock vom 7. bis 9. August und zum "Tag der offenen Tür" im Bundesverteidigungsministerium in Berlin am 23. und 24. August.

03.08.: nur zwei Stunden und fünf Minuten nach dem Schlußpfiff des EM-Endspieles zwischen Deutschland und Spanien wurden die personalisierten Briefmarken aus Österreich für den neuen Fußball-Europameister ausgeliefert. Am 30. Juni um 00.41 Uhr ging der erste Zwanzigerbogen im Philatelie-Shop in der Kärntner Straße über den Ladentisch. Nicht nur die spanischen Fans waren begeistert!

03.08.: viele Sammler fragen sich, wie man mit den selbstklebenden Marken der Bundesrepublik Deutschland umgehen sollte. Erfahrungsgemäß trocknet die Klebeschicht über kurz oder lang aus, Verfärbungen der Klebeschicht und des Markenpapiers sind ebenfalls nicht ausgeschlossen, und die Klebeschicht verliert ihre Haftkraft, so daß sich die Marken von der Unterlage lösen, Die MICHEL-Redaktion schrieb auf eine Anfrage eines Lesers bzgl. dieser Problematik: "Ihre Beobachtungen in Bezug auf selbstklebende Marken und auch Ihre Rückschlüsse daraus können wir durchaus nachvollziehen. Es ist aber nicht Aufgabe der MICHEL-Redaktion, den Sammlern vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben. Auch wir müssen also die weitere Entwicklung auf dem Markt abwarten und beobachten, wie sich die Sammlerschaft und der Markt in diesem Fall entscheiden. Erst wenn sich entsprechende Konsequenzen abzeichnen, können wir Hinweise zur Bewertung im Katalog bringen. Auch wir wissen ja nicht, ob in ein paar Jahren ungebrauchte, weiße, selbstklebende Marken ohne Klebeschicht oder ob vergilbte Marken mit brauner Kleber-Rückseite, die von selbst aus den Heftchen oder von der Rollen-Unterlage fallen, als vollwertig betrachtet werden. Vielleicht findet sich ja auch zwischenzeitlich noch eine Lösung, wie man die Klebeschicht konservieren kann". Gegebenfalls wird bei den selbstklebenden Marken die Entwicklung langfristig analog zu der beim Ostropa-Block (MiNr. 576?579, Block 3) des Deutschen Reiches verlaufen, der mit und ohne Gummi in der Praxis gleich bewertet wird, Heute kann aber noch nicht mit Sicherheit sagen, wie die Sache ausgeht!

03.08.: die "Philatelistische Bibliothek Hamburg e.V." macht bis zum 11. August 2008 Sommerpause und ist geschlossen. Die CD-ROM mit dem Gesamtkatalog der Bibliothek ist in der zweiten Version weiterhin für 15,- Euro erhältlich und kann jederzeit über das Internet aktualisiert werden. Wer noch die erste Version der CD-ROM besitzt, sollte sein Exemplar kostenlos gegen die neue Version umtauschen, da einige Funktionen ergänzt wurden. So werden beispielsweise neu angelegte Sachgruppen jetzt angezeigt, was besonders für den Bereich "Heimat" von sehr großer Wichtigkeit ist. Auf Wunsch verschickt die Bibliothek einen Newsletter, der u.a. aktuelle Termine auflistet und über Neuerwerbungen der Bibliothek berichtet; Anmeldung auf der Internet-Seite. Die erfolgreichen Messebesuche werden fortgesetzt. In diesem Jahr stehen noch die NORDPOSTA MARITIM in Hamburg sowie die Briefmarkenmessen in Berlin und Sindelfingen auf dem Programm. Ein neues Projekt der Bibliothek ist die Buchpatenschaft: Jeder kann für ein bestimmtes Buch Pate werden, so daß auf diese Weise Lücken im Bestand geschlossen werden. Sponsoren sind jederzeit herzlich willkommen!
Kontakt: Philatelistische Bibliothek Hamburg e.V., Schlossstr. 12, 22041 Hamburg, Öffnungszeiten: Di.14?18 Uhr, Do. 14?19 Uhr, 1. Sa. im Monat 9?12 Uhr. Tel. 040 / 251-2340, E-Mail auskunft@philatelistische-bibliothek.de , Internet www.philatelistische-bibliothek.de


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Juli 2008

01.07.: das Bundesministerium der Finanzen gibt am 13. November 2008 eine be-sondere Briefmarke zur Initiative "Ein Herz für Kinder" heraus, die seit 30 Jahren Kinder- und Jugendprojekte unterstützt und einen wichtigen Beitrag für jene Kinder und junge Menschen leistet, die besonders auf die Solidarität unserer Gesellschaft angewiesen sind. In einer einmaligen Aktion hatten die Leser der Bild-Zeitung die Möglichkeit, bis zum 6. Juni 2008 unter vier Entwürfen die schönste Gestaltung für diese Briefmarke auszuwählen. Das Ergebnis steht nun fest: Die Wahl fiel auf den Entwurf von Professor Dieter Ziegenfeuter aus Dortmund. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte sich bereits im Vorfeld sehr über diese Aktion gefreut: "Ein Herz für Kinder ist eine großartige Initiative und verdient unser aller Unterstützung. Wir tun das mit einer neuen Briefmarke, damit bald auf vielen Millionen Briefen deutlich wird: Wir haben ein Herz für Kinder."

01.07.: Am 7. August kommt das Markenset "Narzisse" (Bund MH MiNr. 61) in einer neuen Darreichungsform in alle Filialen. Hintergrund ist die Ausweitung der Postpoints, für deren Verkaufswand die Produkte eine vom Schalterbereich vor-gegebene Größe haben müssen. Bisher wurde das gefalzte Markenset "Narzisse" für die Postpoints extra geblistert. Das neue, ungefalzte Markenset hat nun die erforderliche Abmessung von 9 cm in der Breite und 13 cm in der Höhe. Da die Postpoints noch bis voraussichtlich nächstes Jahr mit einem eigenen Produktnummernkreis arbeiten (beginnt mit "1773"), wird im Herbst das neue Markenset "Narzisse", dessen Inhalt druckidentisch mit dem bisherigen ist, zusätzlich mit einem aufgeklebten Label mit der spezifischen Produktnummer eigens für die immer zahlrei-cher werdenden Postpoints erscheinen. Für Spezialisten wird diese Variante bei der Niederlassung Philatelie in Weiden bereitgehalten, wo man auch schon die für die Postpoints geblisterten Produkte erhalten kann.

01.07.: Offiziell am 6. Juni (es gab aber auch schon "Frühverkäufe") brachte die Deutsche Post ein weiteres Pluskarten-Set mit drei Postkarten mit individuellem Wertstempel 45 Cent "Goldener Fußball" und rückseitigen Fußball-Motiven (Spielfeld/Slogan: Jetzt geht's los!, Spieler mit Ball/Ich habe fertig und Fußball im Netz/Finale) in die Filialen. Der Preis für das Dreierset beträgt 3,35 Euro. In der Verpackung ist auch ein Stickerbogen enthalten, dessen Sprüche zu den Slogans auf den Kartenrückseiten passen.

01.07.: Für den Verkauf bei den Feldpostämtern der Bundeswehr wurde ein neuer Umschlag mit individuellem Wertstempel "Feldpostwappen" produziert, jetzt im Format DIN Lang ohne Fenster und rückseitigem, vierzeiligem Verwendungshinweis "Liegt Ihnen jemand besonders am Herzen? Versenden Sie ein paar persönliche Zeilen in einem Feldpost-Plusbrief - ganz schnell und einfach. Die Marke ist schon drauf. Erhältlich im Feldpostamt.". Neben einem Blanko-Umschlag ohne weiteren Zudruck, der erstmalig am 27. Mai in einem Sonder-Feldpostamt auf der ILA in Berlin abgegeben wurde, kommt der Umschlag oben links mit drei verschiedenen Zudrucken "EUFOR", "ISAF" und "KFOR" vor, die nur in den jeweiligen Einsatzgebieten verkauft werden.

01.07.: Zur Hanse Sail in Rostock-Warnemünde gibt die Arbeitsgemeinschaft Bundeswehr-Philatelie eine mehrfarbige Postkarte für das Sonderfeldpostamt heraus und lässt die Post dort mit einem Feldpoststempel bearbeiten. Die Karte zeigt eine neue Korvette des Typs K 130 und kostet 2,50 Euro, worin auch Porto, Cachetstempel und Bearbeitungsgebühr enthalten sind. Mit der Aufnahme der Heeresflieger und den Hubschraubern vom Typ CH-53G auf dem Flugplatz in Ma-zare-Sharif hat sich das Logo der Luftwaffe vor Ort geändert. Die Arbeitsgemeinschaft erstellt aus diesem Anlaß einen besonderen Beleg, der neben dem neuen Cachet den Absenderstempel des Geschwaders aufweist. Die Sammlerpost wird über den Geschwaderstab in Jagel/Kropp und der dortigen Stelle der Deutschen Post AG versandt. Die Kosten pro Beleg betragen 1,50 Euro, für die mehrfarbige offizielle Feldpostkarte der Luftwaffe 2,50 Euro. Überschüsse gehen wieder an die Aktion CASH. Es kann nur gewöhnliche Post bearbeitet werden, keine Einschreiben. Die Bestellungen bzw. Belege müssen bis 1. August (Hanse Sail) bzw. 5. August (Af-ghanistan) eingetroffen sein bei: Armin Blase, Postfach 11 16, 24331 Eckernförde, Telefon 04351/47 63 21, bwfeldpost@web.de .

01.07.: Viel geschrieben worden (u. a. auch in dieser Zeitschrift) ist schon über die letzte, am Schalter verkaufte Markenausgabe des Dritten Reiches. Die beiden Werte zu jeweils 12+38 Rpf zeigen einen SA- und einen SS-Mann (MiNr. 909/10). Um die Abstempelung und zeitgerechte Verwendung in Berlin, dem einzigen Ort, an dem sie überhaupt ausgegeben worden sein sollen, gibt es unterschiedliche Ansichten. Der MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog vermerkt, daß bis zur weiteren Klärung der Hintergründe keine BPP-Prüfungen vorgenommen werden. Gleich wohl gibt es (ältere) Prüfungen bzw. Atteste von Verbandsprüfer, die die Echtheit der Marken und des Stempels bestätigen, aber bei Belegen meistens einschränken, daß eine Beförderung durch die Post nicht (mehr) nachgewiesen werden kann. Gestempelt werten beide Marken aufgrund der kurzen Laufzeit - Berlin stand zum Zeitpunkt der Ausgabe unter Artilleriebeschuß der Alliierten - wesentlich höher. Der aktuelle MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog setzt beide Werte gebraucht mit 1200 Euro an. Ungestempelt liegt die Notierung zwischen 10 und 55 Euro. Da überrascht es nicht, dass Filoutelisten versuchen, ungebrauchte bzw. postfrische Stücke mit Falschstempeln erheblich aufzuwerten. Bei der MiNr. 909 fehlt die zweite Ziffer der Jahreszahl. Bei der MiNr. 910 weicht die Form der "5" in "1945" auf-fallend von an den anderen Ziffern ab. Daß sie sogar etwas größer ist, sieht man schon unter einer Achtfach-Lupe deutlich. Letzte Gewißheit bringt wie so häufig ein Blick in die Literatur. Laut Bochmann-Katalog der deutschen Gelegenheitsstempel wurde der Stempel "Geburtstag des Führers" mit Schwert und Hakenkreuz als Illustration in Berlin und München am 20. April 1941, also vier Jahre früher, verwendet. Im Jahre 1945 ist in München nur der Einsatz eines einzigen Sonderstempels registriert, nämlich zu einer Kampagne des bayerischen Roten Kreuzes. Außerdem mu man sich die Frage stellen: Was hat ein Stempel aus München auf einer Ausgabe zu suchen, die am Tag der Abstempelung - nach allem, was man weiß - nur in Berlin zu haben war?

01.07.: Im Rahmen der Umstrukturierungen der PIN Group übernimmt die PIN Mail AG Berlin die Briefzustellung in Berlin sowie in den fünf ostdeutschen Bundesländern. Am 1. Juni 2008 hat die PIN Mail AG eine neue Briefmarkenserie herausgegeben, die eine grüne Figur in den Mittelpunkt stellt, die im Zustellbereich aus dem täglichen Straßenbild bestens bekannt ist: den sympathischen Ampelmann. In Zehnerbogen und selbstklebender Ausführung sind in dieserMarkenserie insgesamt acht verschiedene Wertstufen erschienen: Neben den Werten 45 Cent (Postkarte), 52 Cent (Standardbrief), 90 Cent (Kompaktbrief), 142 Cent (Großbrief) und 194 Cent (Maxibrief) sind auch die für Zusatzleistungen oder internationalen Versand erforderlichen Ergänzungsmarken zu 60 Cent, 65 Cent und 95 Cent im Ampelmann-Design erhältlich. Gespannt sein darf man auf die weiteren Entwicklungen und Veränderungen bei der PIN Group. Einige regional zuständige Gesellschaften wurden bereits ausgegliedert, mit weiteren Ausgründungen regionaler PIN-Dienstleister kann wohl noch gerechnet werden. Dies dürfte die Ausgabe weiterer Briefmarken-serien zur Folge haben.

01.07.: Forum Filatelico war eines der beiden spanischen Unternehmen, die auf der Iberischen Halbinsel mit einem Investitionsmodell in unrealistisch hoch taxierte Briefmarkenbestände zigtausende von Anlegern um Vermögensbeträge in der Grö-ßenordnung von 5 Mrd. Euro gebracht haben. Als die Investitionsblase im Mai 2006 platzte, gelang es einem der Direktoren von Forum Filatelico, Carlos Llorca Jose Manuel Rodriguez, sich ins Ausland abzusetzen. Er fand auf der Isla Margarita, einer Insel vor der Küste Venezuelas, Unterschlupf, wo er aber im Mai dieses Jahres festgenommen wurde. Die spanische Tageszeitung El Mundo berichtet nun, der 59-jährige Llorca habe zwei venezolanische Polizisten und einen Staatsanwalt mittels eines Betrags von 2 Millionen Dollar dazu bewegt, ihm zur abermaligen Flucht zu verhelfen. El Mundo glaubt ferner zu wissen, daß Llorca die Dienste eines plastischen Chirurgen in Anspruch genommen habe, um sein Aussehen zu verändern, und dass er über einen falschen britischen Pass verfüge, der auf den Namen Simon York ausgestellt ist. Die spanische Polizei sucht Llorca weiterhin wegen des Verdachts auf Betrug, Geldwäsche, Korruption und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Reichlich Material für einen Phila-Krimi mit Fortsetzungen. Wer geglaubt hat, all dies gebe es im philatelistischen Umfeld nicht, ist in der Realität noch nicht angekommen.

01.07.: immer wieder ist seit einigen Monaten von eingeschriebenen Päckchen und Paketen zu lesen, die nach Ungarn oder in andere osteuropäische Länder adressiert, im Bestimmungsland aber plötzlich "nicht mehr auffindbar" sind. Sie würden, so heißt es, irgendwo "gelagert" und als "verschollene Postsendungen" behandelt. Erst auf ganz massiven Druck soll das eine oder andere dann aber auf wunderbare Weise doch wieder zum Vorschein kommen. Westliche Postverwaltungen, bei denen solche eingeschriebenen Sendungen aufgegeben werden, können in der Regel nur bestätigen, daß diese Sendungen das eigene Land verlassen haben. Im Bestimmungsland sind sie dann möglicherweise der Gnade der sie entgegennehmenden Postverwaltungen und ihrer Bediensteten ausgeliefert. Unter den unlängst zeitweise oder gänzlich verschwundenen Postsendungen sollen sich auch solche mit philatelistischen Inhalten, beispielsweise Händlersendungen aus Großbritannien, befunden haben.


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Juni 2008

01.06.: während der Rennwochenenden der durch die Deutsche Post gesponsorten Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wurden an einige Geschäftskunden Portocards mit den vier selbstklebenden Marken der Serie "Post" von 2005 (MiNr. 2447-48 und 2481-82), die es bisher in dieser Version gar nicht gab, verteilt. Dazu erklärte die Deutsche Post: "Die in der DTM-Portocard enthaltenen Briefmarken sind keine amtlichen Postwertzeichen. Es handelt sich vielmehr um den Nachdruck amtlicher PWz zu Werbezwecken durch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Post (Siegfried-Vögele-Institut) bei einer für den PWz-Druck nicht authorisierten Druckerei." Das Produkt wurde weder angekündigt noch war es öffentlich zugänglich oder gar käuflich zu erwerben. Auch die technische Umsetzung, angefangen beim verwendeten Papier (aufgehelltes Etikettenpapier) über die ungenügende Fluoreszenzausstattung (nicht einmal 50% des für die automatische Erkennung erforderlichen Wertes) bis hin zur grafischen Qualität zeigt deutlich, daß hier die für die PWz-Produktion bindend vorgeschriebenen Standards nicht eingehalten wurden. In einem konstruktiven und offenen Gespräch zwischen den Verantwortlichen im Siegfried-Vögele-Institut und der Postphilatelie wurde beschlossen, die noch vorhandenen Bestände der DTM-Portocard zur Vernichtung zurückzurufen. Zukünftig wird es keine Portocards mit selbstklebenden PWz mehr geben. Die Auflage der ungewöhnlichen Portocard betrug 5000 Stück. 4.750 Stück wurden zurückgezogen; demnach kamen 250 in die Hände Dritter. Wie viele davon auf den Markt kommen, bleibt abzuwarten.

01.06.: eine peinliche Panne passierte der Abteilung für die Auftragsannahme und Produktion des zurzeit in allen Medien beworbenen individuellen Plusbriefes. Sie übersah eine individuelle Freimachung mit dem Konterfei des verurteilten Kriegs-verbrechers und einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß, die Rechtsextreme in Auftrag gegeben hatten. 20 Briefe mit dem Bild des Nazis sollen laut Presseberichten verschickt worden sein. Die Deutsche Post bedauerte den Vorfall und will in Zukunft die Kontrollen verschärfen, schränkt aber ein, daß eine hundertprozentige Kontrolle nicht möglich sein wird. Der besondere Reiz des neuen Produkts ist die personifizierte Darstellung, deren Kontrolle der Deutschen Post offenbar schwer fällt. Für die Zukunft wird es nicht leichter, denn dieser Vorfall wird Andere ermutigen, es auch mit anstößigen Abbildungen zu versuchen.

01.06.: die Deutsche Post AG ist seit dieser Saison Hauptsponsor der Tourenwa-genserie "DTM". Aus diesem Grunde wurde ein Pluskarten-Set "Sonder-Edition DTM" mit drei Postkarten mit individuellem Wertstempel "DTM-Pokal" und rück-seitigen Abbildungen verschiedener DTM-Wagen herausgegeben, das erstmals am 11. April beim Training zum ersten Lauf zur DTM in Hockenheim verkauft wurde. Außer bei den Rennveranstaltungen ist das Produkt auch in der eFiliale erhältlich. Der Preis für das Dreier-Set beträgt 3,35 Euro.

01.06.: am 24. April wurden anläßlich der 2. ÖPNV-Fachtagung des VSVI Sachsen (Verein der Straßenbau- und Verkehrsingenieure im Freistaat Sachsen) in Schöeck/ Vogtland durch den privaten Postdienstleister WVD Chemnitz zwei Ersttagsbriefe mit einer bild- und wertgleichen Sondermarke und je einem Sonderstempel herausgegeben. Auf den Ersttagsbriefen (Auflage je 2000 Stück) und der selbstklebenden Sondermarke zu 47 Cent, hergestellt im Zwölferbogen (Auflage 12 000 Bogen), ist die historische Straßenbahn "Bier-Elektrische" mit dem Stadtwappen von Plauen und dem Logo der Plauener Straßenbahn GmbH abgebildet.

01.06.: die Deutsche Post PHILATELIE gibt aus Anlaß der Fußball-EM eine Stempelserie heraus. Dies bedeutet, daß Vorlagen, in der die Stempel dieser Serie zusammengefaßt sind, nicht erst zum Einsatzdatum des zeitlich letzten Stempels zur Verfügung gestellt werden, sondern bereits (grundsätzlich) zum Einsatzdatum des zeitlich ersten Stempels, soweit die Aufträge abgesprochen sind, rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden und dies bei der Stempelstelle betrieblich machbar ist. Eine Garantie für die rechtzeitige Rückgabe gestempelter Belege kann jedoch nicht übernommen werden. Bei dieser Serie werden die durch die DPAG PHILATE-LIE initiierten Stempelmotive für Stempel mit Posteigenwerbung berücksichtigt.
Für die Stempelserie gelten folgende Bedingungen:
- die durch den Kunden vorbereiteten Vorlagen müssen als Einheit erkennbar und in sich nicht trennbar sein.
- die Stempelung erfolgt ausschließlich bei der durch die DPAG PHILATELIE festgelegten, stationären Stempelstelle, wobei die Erfüllung von Aufträgen durch Sammler und nicht die kommerziellen Aufträge im Vordergrund stehen.
- Die Verwendung auf "echt laufenden Sendungen" kann nur dann erfolgen, wenn Datum und Ortsangabe der ggf. unterschiedlichen Stempel übereinstimmen.
- Die zu stempelnden Postwertzeichen müssen zu dem im Datumsfeld vermerkten Datum gültig sein.
- Die Bearbeitung einer Stempelserie bedarf der rechtzeitigen und umfassenden Abstimmung mit der Stempelstelle, zumal dann, wenn eine Vielzahl von "Stempelserien-Belege" erstellt werden.
Alle Stempel dieser Stempelserie (Nr. 09/160 bis Nr. 09/172) werden geführt bei: Deutsche Post AG, Niederlassung Philatelie, - Sonderstempelstelle -, 92627 Weiden (für Frachtsendungen: Franz-Zebisch-Str. 15, 92637 Weiden, Fax 0961/29 39 61). Die Stempel Nr. 09/160, 09/164, 09/170, 09/171 und 09/172 werden zusätzlich auch im Philatelie-Shop Frankfurt, Bockenheimer Landstr. 31, eingesetzt. Die Einsatzdauer aller Motive erstreckt sich in den Stempelstellen bis 29. August, im Philatelie-Shop beschränkt es sich hingegen auf das Einsatzdatum plus drei Werktage. Die DPAG PHILATELIE wird auch einen Stempel herausgeben, in dem die siegende Nation, also der Europameister 2008, gewürdigt wird. In weiser Vorsicht werden zwei Versionen vorbereitet. Für Belege, die nach Abschluß der EM erst ausgeliefert werden können, kann der "Sieger-Stempel" natürlich verwendet werden.

01.06.: auch nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 sind die bisher ausgegebenen Briefmarken der UN-Mission im Kosovo (UNMIK) weiterhin gültig. Dies meldet die Arbeitsgemeinschaft Jugoslawien und Nachfolgestaaten e.V. Nach Angaben der kosovarischen Post PTK seien UNMIK- Marken noch immer bei den Postämtern vorrätig und könnten bis auf Weiteres verwendet werden. Im März sind bereits die ersten zwei Serien "Tag des Lehrers" und "Unabhän-gigkeitserklärung" mit dreisprachiger Landesbezeichnung "Republik Kosova" (Albanisch, Englisch und Serbisch) erscheinen. Auch die neuen Marken tragen Wertangaben in Euro. Sie können nun auch in Mischfrankatur mit den bisherigen UNMIK- Ausgaben verwendet werden. Unterdessen sind dort weiterhin auch 16 serbische Postämter in Betrieb. Sie befinden sich in den von Serben bewohnten Gebieten im Norden des Kosovo sowie in serbischen Enklaven im Süden. Bei diesen Postämtern, die von der Postverwaltung Serbiens betrieben werden, sind serbische Briefmarken in Gebrauch. In einigen Orten des Kosovo, so in Mitrovica, Kosovo Polje und Zubin Potok, gibt es sowohl kosovarische als auch serbische Postämter.


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Mai 2008

01.05.: die Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland, Steffi Jones, gibt eine Autogrammstunde anläßlich der Eröffnung der Essener Briefmarken-Messe am 8. Mai 2008. Auch Andrea Voß-Acker, die Entwerferin der Messeganzsache zur Fußball-EM und der diesjährigen Sport-Marken, wird an der Eröffnung und der sich anschließenden Autogrammstunde am Stand der Deutschen Post AG teilnehmen. Um 13.30 Uhr gibt der amerikanische Pop-Art-Künstler James Rizzi, der zwei der am 8. Mai erscheinenden Sondermarken entworfen hat, ebenfalls am Stand der Deutschen Post eine Autogrammstunde.

01.05.: Bei ebay ist schon wieder ein Original-Poststempel aus der DDR aufgetaucht. "Oldtimergini", der irgendwo in Sachsen-Anhalt ansässige Anbieter, scheint über einen kleinen Vorrat zu verfügen, denn im März konnte man Gebote auf den abgebildeten Sonderstempel "45 Dessau 110 Arbeiterfestspiele der DDR Bezirk Halle 14. bis 16. Juni 1968" mit dem eingestellten Datum vom Schlußtag der Veranstaltung abgeben. Auch auf diesen Stempel sollte man achten, da eine mißbräuchliche Verwendung nicht ausgeschlossen werden kann. Darunter hinaus kann man bei ebay gezielt nach Angeboten dieses Verkäufers suchen, um auf dem Laufenden zu sein.

01.05.: nachdem über Jahrzehnte die Wohlfahrtsmarken im Herbst bzw. Winter herausgegeben wurden (zuletzt am 27. Dezember 2007), erscheinen sie in diesem Jahr bereits im Juni. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege erhofft sich davon einen besseren Verkauf. Einer der beiden Werte zu 55+25 Cent, der mit dem Airbus A 380, erscheint wieder selbstklebend, diesmal in einem Set und in einer Markenbox.

01.05.: der Konzern Kraft Foods hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post durchgeführt, wobei jeder Pralinenpackung "I love Milka" eine kostenlose Grußkarte beigelegt wurde. Schokoladenliebhaber und -liebhaberinnen konnten diese frank und frei versenden. Das Porto zahlte Kraft Foods. "3,9 Millionen Packungen inklusive 600 Tonnen Schokoladenköstlichkeiten wurden mit den Grußkarten bestückt", ist dem Geschäftskundenmagazin POSTplus 2/2008 zu entnehmen. "Begleitet wurde diese Dialog-Marketing-Aktion über einen Grußkartenversand, der auf der Webseite von Milka eingerichtet wurde. Darüber hinaus flankierten Anzeigen in der Kun-denzeitschrift "Bei uns zu Hause" und in drei Verteilgebieten von "Einkauf aktuell" die besondere Aktion. Die Rücklaufquote lag bei zehn Prozent. Die Quote wurde über einen auf der Karte aufgebrachten 2D-Matrixcode ermittelt." Dieses eindeutige Verhältnis von 9 (postfrisch) zu 1 (gestempelt) dürfte sich wohl kaum auf den philatelistischen Markt übertragen lassen, denn man kann wohl davon ausgeben, daß die meisten Käufer, die die Karte nicht abgeschickt haben, sie später mit der Verpackung, mit der sie ursprünglich verbunden war, entsorgt haben.

01.05.: der Verband Berliner Philatelisten-Vereine e. V. hat einen Plusbrief Individuell zu seinem diesjährigen Verbandstag am 3. Mai aufgelegt, der im Museum für Kommunikation Berlin stattfindet. Informationen über diesen Plusbrief sind erhältlich bei: Heinz Reibholz, Wasserstr. 8, 16767 Leegebruch, Telefon 03304/50 19 54.

01.05.: die folgenden n Plusbrief-Neuauflagen sind zu verzeichnen:
- "PLUSBRIEF DIN Lang" mit Fenster und Wertstempel 55 Cent "Schloss Bellevue", jetzt mit Auftragnummer "C20/1600002347 FSC IMO-COC-24018 BA43808".
- "PLUSBRIEF Versandtasche" C4 mit Fenster und Wertstempel 145 Cent "200. Geb. Joh. Aug. Röbling", jetzt mit Auftragnummer "C20/1600002347 FSC IMO-COC-24018 BA43908".
- mit Absenderlogo "Deutsche Post/ MAIL EXPRESS LOGISTICS FINANCE" wur-de ein weiterer C6/5-Umschlag auf grauem Umweltschutzpapier zum Versand der Nachrichtenbörse der "Aktie Gelb" verwendet, jetzt mit Wertstempel 55 Cent "Frühling" und Vorausentwertung "BONN/a/00.00.08/ 53113".
- mit Absenderlogo "Deutsche Post/PRESSE SERVICES" liegen zwei weitere Wer-beaussendungen vor, jetzt mit individuellem Wertstempel "LESERSERVICE" und Vorausentwertung "BRIEFZENTRUM 30/a/00.00.0--18/ Entgelt bezahlt".
- mit Wertstempel 25 Cent ein Falt blatt im Format 190 x 125 mm, links mit Abbildung von drei Armbanduhren.
- mit Wertstempel 28 Cent ein Faltkartenbrief mit abtrennbaren Seitenrändern ohne Abbildungen.
An Werbeaussendungen mit Absenderangabe "Deutsche Post/PHILATELIE" und Vorausentwertung ".../WEIDEN I. D. OPF./... " sind zu verzeichnen:
- "-3.-3.08", Wertstempel 35 Cent "Dahlie" neben Wertstempel 55 Cent "Alles Gute", darunter Wertstempel 55 Cent "Glückwunsch", C4-Umschlag mit Werbung "Neuheiten, die Sie begeistern werden.".
- "10.-3.08", Wertstempel 55 Cent "Spitzweg", C6/5-Umschlag mit Werbung "Wich-tige Information für alle Briefmarkensammler!".
- "10.-3.08", 90 Cent "Narzisse", C6/5-Umschlag mit Werbung "Soeben erschienen: Die neue deutsche 10-Euro-Silbermünze".
- "17.-3.08", Wertstempel 145 Cent "Eichstätt", Faltbrief (210 x 150 mm) mit Wer-bung "Ein neuer Sammelspaß erwartet Sie!".
- "17.-3.08", Wertstempel 55 + 25 Cent "Sport: Fußball-EM 2008", Umschlag (229 x 220 mm) mit Werbung "Anpfiff zur Fußball-Europameisterschaft 2008 ...".
- "18.-2.08", 90 Cent "Narzisse", C6/5-Umschlag mit Werbung "Highlights für Uh-ren-Kenner!".
- "18.-2.08", Wertstempel 145 Cent "Schwertlilie", Faltbrief mit Werbung für "Deutschland klassik".
Ein PLUSBRIEF INDIVIDUELL mit individuellem Wertstempel "Premium" und gelbem Textblock "Premium Post Die Mitarbeiterzeitung der Deutschen Post" ist keine offizielle Ausgabe der Deutschen Post, sondern ein während der Versuchsphase, die nur Postmitarbeitern offenstand, seitens des Redakteurs der Mitarbeiterzeitung in Auftrag gegebener PLUSBRIEF INDIVIDUELL. Ein neben dem Absenderlogo der Deutschen Philatelisten-Jugend zusätzlich mit einer Abbildung des Rathauses in Weiden und mit Postlogo "Deutsche Post PHI-LATELIE" versehener C6-Umschlag mit Wertstempel "Für uns Kinder" (2007) enthielt ein Schreiben der DPhJ an ihre Mitglieder und ist daher nicht als Eigenausgabe, sondern als Privatganzsache zu betrachten!

01.05.: bei den Aufdrucken auf den Flugpostmarken zu 2 und 4 Mark des Deutschen Reiches (MiNr. 423/4) zur 1. Südamerika-Fahrt 1930 handelte es nicht um in der Reichsdruckerei angebrachte Probeaufdrucke. Zeppelin-Experte Konsul a. D. Hermann Walter Sieger sagt: "Die Probedrucke kenne ich. Es handelt sich hier um private Probedrucke des bekannten Briefmarkenhändlers und Luftpost-Spezialisten Alexander Berezowski. In seinem Handbuch aus dem Jahre 1930 hat er diese Probedrucke beschrieben. Höchst originell ist dabei die Formulierung: Es existieren Probedrucke mit rotem oder schwarzem Aufdruck (siehe Abbildung), die dem Reichspostministerium und auch dem Luftschiffbau vorgelegen haben, jedoch für eine endgültige Ausführung nicht angenommen wurden. Es ist eine sowohl bei Briefmarken als auch bei Münzen immer wieder vorkommende Methode, daß jemand auf eigene Rechnung und in eigener Initiative Entwürfe oder auch schon Probedrucke für Postwertzeichen herstellen läßt und diese dem zuständigen Ministerium vorlegt. Daß es sich um eine private Vorlage handelt, wird dann einfach nicht erwähnt. So verhielt es sich in diesem Falle auch - ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein Vater mir dies erzählte, als ihm seinerzeit ein solcher Satz zur Prüfung vorgelegt wurde." Sieger stuft die privaten Probedrucke als "durchaus sammelnswert und ohne Zweifel selten" ein: "Außerdem hat Herr Berezowski mit Sicherheit nur relativ wenige Exemplare herstellen lassen, denn die Originalmarken, die ja für die Probedrucke überdruckt wurden, haben zusammen 6 Mark gekostet, und 6 Mark war damals im Jahre 1930 eine Menge Geld - dafür konnte eine Familie essen gehen, denn der Stundenlohn lag seinerzeit für einen Metallfacharbeiter bei 27 Pfennig."

01.05.: bei der MiNr. 2722 von Österreich, die im ersten Quartal 2008 erschien und einen runden Fußball kann seitlich Klebstoff austreten. Möglicherweise verhält sich der Klebstoff wie bei den frühen Markenheftchen Bund mit selbstklebenden Marken. Man sollte die Fußball-Marke MiNr. 2722 deshalb nicht ungeschützt in ein Album einlegen.

01.05.: wie aus der Michel-Redaktion zu erfahren war, soll es Änderungen bei der Farbenkatalogisierung der Marken der SBZ und der DDR geben.Basierend auf dem Arbeits- und Ergebnisbericht der Verbandsprüfstelle des BPP werden in den künftigen Katalogausgaben einige Farben-Katalogisierungen bei Markenausgaben der SBZ und DDR geändert bzw. ergänzt. Aus Zeitgründen konnten diese Änderungen leider nicht mehr in die 2008er-Ausgabe des MICHEL-Deutschland-Spezial-Kataloges aufgenommen werden.
Im Einzelnen sind folgende Änderungen zu beachten:
- SBZ MiNr. 232, 233: Die Farbvarianten a und b entfallen, da durch starke Farb-schwankungen und ?überlappungen sowie fehlende Trennschärfe in großen Bereichen keine einheitliche Farbbestimmung möglich ist.
- DDR MiNr. 244: Aufteilung in Farbvarianten a, b und c entfällt komplett. Farbe b wird gestrichen, weil durch zu viele Übergänge im Grenzbereich keine einheitliche Bestimmung möglich ist. Die bisher katalogisierte Variante c hat sich als Manipulation herausgestellt.
- DDR MiNr. 327: Farbvariante c entfällt, da zu viele Übergänge im Grenzbereich bestehen. Neue Farbeinteilung a) dunkelgrau bis schwarzgrau, b) grauschwarz bis schwarz.
- DDR MiNr. 328, 329: Farbvarianten entfallen aufgrund starker Farbschwankungen und zu vieler Übergänge im Grenzbereich.
- DDR MiNr. 330: Neue Farbbezeichnungen a) bläulich- bis schwärzlichbläulichgrün, b) dunkel- bis schwärzlichgrün.
- DDR MiNr. 331: Farbvarianten entfallen aufgrund starker Farbschwankungen und zu vieler Übergänge im Grenzbereich.
- DDR MiNr. 335: Farbvarianten a und b erscheinen unter UV-Licht dunkelrot (a) bzw. hellrot (b).
- DDR ZKD MiNr. 1b, 2b und 5b werden künftig als Abart (F) katalogisiert und ge-prüft.
Alle übrigen Farbvarianten ab SBZ MiNr. 231 bleiben unverändert. Dies sind im Einzelnen: SBZ MiNr. 231 a und b, DDR MiNr. 251 a, b (die Farbunterschiede werden derzeit nicht geprüft), 252 a, b, c, 253 a, ba, bb, bc, 254 a, ba, bb, ca, cb, cc, 266 a, b, 273 a, b, c, 322 a, b, 323 a, b, 324 a, b, 332 a, b, 333 a, b, 334 a, b, 336 a, b, 338 a, b, 341 a, b, 342 a, ba, bb, 411 a, b, 439 a, b, c, 448 a, b, 521 a, b, 622 a, b, 673 a, b, 783 a, b, 937 a, b, 1331 a, b, 1482 a, b, Dienstmarken B MiNr. 31 a, b.

01.05.: auch nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 sind die bisher ausgegebenen Briefmarken der UN-Mission im Kosovo (UNMIK) weiterhin gültig. Dies meldet die Arbeitsgemeinschaft Jugoslawien und Nachfolgestaaten e.V. Nach Angaben der kosovarischen Post PTK seien UNMIK- Marken noch immer bei den Postämtern vorrätig und könnten bis auf Weiteres verwendet werden. Im März sind bereits die ersten zwei Serien Tag des Lehrers und Unabhän-gigkeitserklärung mit dreisprachiger Landesbezeichnung Republik Kosova (Albanisch, Englisch und Serbisch) erscheinen. Auch die neuen Marken tragen Wertangaben in Euro. Sie können nun auch in Mischfrankatur mit den bisherigen UNMIK-Ausgaben verwendet werden. Unterdessen sind dort weiterhin auch 16 serbische Postämter in Betrieb. Sie befinden sich in den von Serben bewohnten Gebieten im Norden des Kosovo sowie in serbischen Enklaven im Süden. Bei diesen Postämtern, die von der Postverwaltung Serbiens betrieben werden, sind serbische Briefmarken in Gebrauch. In einigen Orten des Kosovo, so in Mitrovica, Kosovo Polje und Zubin Potok, gibt es sowohl kosovarische als auch serbische Postämter. NähereInfos gibt es von der Arge Jugoslawien unter: www.arge-jugoslawien.de

01.05.: auf der Internationalen Briefmarken-Börse München sind folgende Prüfer des BPP am Beratungsstand (gleich neben der Post im Eingangsbereich) zu erreichen:
- Donnerstag, 13.3. 2008: Vormittag: D. Weinbuch, R. Soecknick, F. Stegmüller - Nachmittag: J.U. Schmitt, P. Sem
-Freitag, 14.3. 2008: Vormittag: C. Geigle, F. Stegmüller - Nachmittag: C. Brettl, F. Heimbüchler
- Samstag, 15.3. 2008: Vormittag: D. Weinbuch, F. Stegmüller - Nachmittag: C. Geigle, F. Stegmüller

01.05.: zum 150-jährigen Jubiläum der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt erscheint am 13. März 2008 eine Sondermarke der Deutschen Post AG mit einem Portowert von 65 Cent. Aus diesem Anlaß errichtet die Deutsche Post im Zoologischen Garten Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1 (früher Alfred-Brehm-Platz 16), 60316 Frankfurt am Main, vom Donnerstag, den 13. bis Sonntag, den 16. März eine Sonderpostfiliale. Dort gibt es nur an diesen Tagen jeweils von 11-16.30 Uhr einen offiziellen Sonderstempel Die Jungen Briefmarkenfreunde Hessen der Deutschen Philatelistenjugend begleiten vom 13.-16. März die Aktionen der Deutschen Post mit einem eigenen Infostand sowie mit attraktiven philatelistischen Angeboten für Jung und Alt. Dazu zählen unter anderem ein Glücksrad, Ratespiele sowie ein mit Briefmarken gefülltes Planschbecken. Aus diesem darf sich jeder Jugendliche Besucher mehrere Marken nach seinen Wünschen. Ein farbiges Erinnerungsblatt mit Tiermotiven der Sondermarke sowie dem Frankfurter Sonderstempel wird von den Jungen Briefmarkenfreunden vom 13.-16. März am Infostand angeboten. Das Erinnerungsblatt kann für 2,- Euro zuzüglich Porto bei den Jungen Briefmarkenfreunden Hessen bestellt werden; der Erlös aus dem Verkauf wird der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt zur Verfügung gestellt. Info und Bestellungen: Markus Holz-mann, Höhlchenstraße 27, 67551 Worms-Horchheim, E-Mail: Holzmann-Worms@t-online.de

01.05.: im Jahr 2007 sind weltweit mehr als 160 Briefmarken zum Thema Musik erschienen. Das Spektrum reicht von den großen Kirchenorgeln in Luxemburg bis zu den Beatles in Großbritannien. Ein Kirchenlied von Paul Gerhardt ist ebenso darunter wie brasilianische Folkloretänze, ein Komponistenportrait von Giacomo Puccini oder Gitarre spielende Pfadfinder am Lagerfeuer. Wie jedes Jahr sucht die Motivgruppe Musik aus diesem Angebot die schönste Musikbriefmarke und ruft alle musikinteressierten Sammler auf, sich an der Abstimmung zu beteiligen. Die zur Auswahl stehenden Briefmarken findet man unter dem Stichwort "Yehudi Menuhin Trophy" auf der Homepage der Motivgruppe Musik unter der Internetadresse www.geocities.com/motivgruppe/index.html. Unter allen Teilnehmern werden schöne Musik-CDs verlost. Der Designer der schönsten Musikmarke erhält den "PMC Yehudi Menuhin Trophy 2008".


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April 2008

01.04.: Die Anfang 2005 eingeführte Dauerserie "Blumen" wächst im Laufe des Jahres um zwei weitere Marken. Allerdings handelt es sich in beiden Fällen nicht um neue Wertstufen, sondern um Motivwechsel. Am 12. Juni wird der häufig gebrauchte 55-Cent-Wert "Klatschmohn", der dann gut drei Jahre in Umlauf war, durch das neue Motiv "Gartenrose" ersetzt. Das Foto der Gartenrose stammt, wie bislang alle Bilder der Dauerserie, von den Briefmarken-Designern Stefan Klein und Olaf Neumann. Etwas anders sieht es beim neuen 25-Cent-Wert aus, der am 9. Oktober erscheinen wird. Hier wird das Siegerfoto aus dem Wettbewerb "Ihre Blume - Ihre Marke" umgesetzt. Der Briefmarkensammler Mario Strasser hatte es eingereicht. Das Foto der "Gartennelke" stammt von seiner Tochter, die im Garten ihre neue digitale Spiegelreflexkamera ausprobierte. Die Grafiker Klein und Neumann werden das Foto für Markenausgabe noch aufbereiten, d. h. ein Idealbild der Blume schaffen.

01.04.: Am 8. Mai erscheinen u. a. die Europa-Marke und ein weiterer Wert der Serie "Post", beide gestaltet vom amerikanischen Pop-Art-Künstler James Rizzi. Zusammen mit den beiden Rizzi-Marken von Februar legt die Deutsche Post ein Maxi-Set "James Rizzi" auf, das alle vier 55-Cent-Werte je fünfmal enthält und das Maxi-Set "Die vier Jahreszeiten" (MH MiNr. 65) ablöst. Das neue Maxi-Set soll am Ausgabetag 8. Mai vorliegen und kostet die Nominale von 11,- Euro.

01.04.: Auf Wunsch des Bundesministeriums der Finanzen ist der Ausgabetag der Juli-Tranche vom 10. auf den 3. Juli vorverlegt worden.

01.04.: Die kurzfristig angekündigte Verschiebung der Einführung der neuen Automatenmarkenvordrucke von Mai auf Oktober hat in erster Linie wirtschaftliche Gründe, wie aus der Postzentrale in Bonn verlautete. Von den in der Produktion relativ teuren Vordrucken sollen zunächst die nicht unerheblichen Restbestände aufgebraucht werden. Die Einführung neuer Automatenmarken hätte deren Vernichtung zur Folge gehabt.

01.04.: In Zusammenarbeit mit der Deutschen Post AG begann das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" im Juni letzten Jahres mit der Sonntagszustellung des Magazins in Hamburg und Düsseldorf. Die Postautos, die am Sonntagmorgen zur Frühstückszeit den "Spiegel" lieferten, sind schon wieder Geschichte. Da die erwarteten Auflagensteigerungen ausblieben, wurde das Pilotprojekt eingestellt.

01.04.: Seit Anfang März bietet die Deutsche Post AG in ihren Filialen ein Dreierset "PLUSKARTE INDIVIDUELL" an. Zum Preis von 3,35 Euro erhält man für kurze Zeit drei Pluskarten mit aufeinander abgestimmten Motiven und Freimachungsvermerken. Mitgeliefert werden eine Reihe von Stickern, die sich zum Teil auf bevorstehende Ereignisse (Ostern, Muttertag) beziehen. Im Zusammenhang mit der Einführung des individuellen Plusbriefes hat die Deutsche PostAG noch einmal betont, daß sie an ihrer - von vielen Sammlern kritisierten - Praxis fest halten und weiterhin keine Entwertung mit Sonderstempeln erlauben wird.

01.04.: Ende Februar wurde auf der Internet-Auktionsplattform eBay wieder einmal ein Original-Poststempel angeboten. Oldtimergini, der irgendwo in Sachsen-An-halt wohnhafte Anbieter, suchte einen Abnehmer für den Kreisstempel "45 Dessau Pionier Postamt" mit dem Datum "25.7.89 - 16". Immerhin 24 Gebote gingen ein. Der Käufer zahlte schließlich 131,- Euro für den Stempel, der wohl in den Wirren der Wende abhanden kam. DDR-Sammler sollten auf diesen Stempel achten, da er sich in Privathand befindet und eine mißbräuchliche Verwendung deshalb nicht auszuschließen ist.

01.04.: Die Stadt Dortmund wirbt in ihrem Absenderfreistempel bereits für die "Ruhr 2010/ Kulturhauptstadt Europas". Bei der Maschine, über die die gesamte Post der Stadt Dortmund läuft, handelt es sich um eine Pitney Bowes Paragon Nr. E 655 100.


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März 2008

02.03.: Die am 10. April erscheinende Zuschlagsmarke zu 55+25 Cent "Für den Um-weltschutz" hat das Thema "Natur weltweit bewahren". Von vornherein waren Eisbären als Markenmotiv vorgesehen. Daß es nun zur allgemeinen Überraschung der knuddelige Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo auf die Marke geschafft hat, ist dem Herausgeber, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, zu verdanken. Er hat das in Hinblick auf die Promotionsmöglichkeiten während der 9. UN-Naturschutzkonfe-renz der Konventionen über die Biologische Vielfalt getan, die für den 19. bis 30. Mai 2008 auf dem Bonner UN-Campus angesetzt ist. Angesichts der Popularität Knut, der im letzten Jahr Zehntausende Besucher im Berliner Zoo und Millionen über die Medien in seinen Bann gezogen hat, wird die Auflage der diesjährigen Umweltmarke deutlich höher ausfallen als bei den Vorgängerausgaben. Ob das dann auch für den Verkauf der Zuschlagsmarke gilt, bleibt abzuwarten.

02.03.: Die Deutsche Post AG gibt in diesem Jahr zehn Messebriefe zu folgenden Auslandsveranstaltungen heraus:
o Taipei 2008 Stamp Exhibition 7.-11. März, Taipei/Taiwan
o Jysk Frimaerkemesse 14.-15. März, Fredericia/Dänemark
o Israel 2008 14.-21. Mai, Tel Aviv/Israel
o Salon du Timbre 14.-22. Juni, Paris/Frankreich
o Efiro 2008 20.-28. Juni, Bukarest/Rumänien
o Olymphilex 2008 August, Peking/China
o Prague 2008 12.-14. September, Prag/Tschechien
o WIPA 2008 18.-21. September, Wien/Österreich
o Nordia 2008 23.-26. Oktober, Stavanger/Norwegen und
o Roma 2008 Oktober, Rom/Italien
Die Weltausstellungen in Prag und Wien werden von der Niederlassung Philatelie beschickt, bei den anderen Veranstaltungen ist ein Agent vor Ort. Die Messebriefe können einzeln nur auf der jeweiligen Veranstaltung erworben werden.

02.03.: Die Deutsche Post AG hat die Auflagen naß- und selbstklebender Sondermarken für 2006 - mit Ausnahme der Zuschlagsmarken - veröffentlicht. Dabei verfestigt sich der Trend, daß die Auflagen der naßklebenden Sonderpostwertzeichen weiter nach unten gehen. Im zweiten Halbjahr 2006 bewegten sich die Auflagen nur noch zwischen 7 und 8 Millionen Stück. Die 10-Millionen-Grenze wurde in der Regel nur "gekratzt" oder überschritten, wenn besondere Themen oder Anlässe dies angebracht erschienen ließen. Selbst die Sondermarke zum Deutsch-Österreichischen Philatelistentag kam gerade einmal auf 8,4 Millionen Stück. Gesunken ist ab Mitte 2006 auch wieder die Anzahl der herstellten Ersttagsblätter (ETB), von 125.000 zu Jahresbeginn auf 105.000. Im Jahr 2005 startete man noch mit Auflagen von 150.000 Stück! Größeren Zuspruch erfahren weiterhin die selbstklebenden Sondermarken, deren Auflagen wie folgt betrugen:
o Markenset "Narzisse" (10 x 90, MH-MiNr. 61) 142.194.400
o Markenset "650 Jahre Goldene Bulle" (10 x 145, MH-MiNr. 62) 283.624.200
o Markenset "Oberes Mittelrheintal" (10 x 55, MH-MiNr. 63) 295.485.000
o Markenbox "200. Geburtstag Johann August Röbling" (100 x 145, MiNr. 2546) 103.871.400
o Markenbox "225. Geburtstag Karl Friedrich Schinkel" (100 x 55, MiNr. 2552) 328.864.400 und
o Maxiset "Vier Jahreszeiten" (20 x 55, MH-MiNr. 65) 26.090.800 von jedem der vier Motive.
Die Auflagen des Markensets "Wohlfahrtsmarken Eisenbahnen" (MH-MiNr. 64) und der bildgleichen Marken aus der 100er-Box (MiNr. 2567 sind noch nicht bekannt gegegen worden.

02.03.: "Die Deutsche Post bietet jetzt Briefeschreibern mit Internetzugang die Möglichkeit, ihre privaten und geschäftlichen Briefe frei zu gestalten und mit einer individuellen Marke zu versenden", beginnt eine Pressemitteilung aus der Postzentrale. "Das neue Produkt PLUSBRIEF INDIVIDUELL ist ab sofort online im Angebot, die Mindestbestellmenge beträgt 20 Stück. ‚Unsere Geschäftskunden nutzen den PLUSBRIEF INDIVIDUELL bereits seit einiger Zeit mit großem Erfolg als auf merksamkeitsstarke Versandidee. Jetzt können auch Privatkunden ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre eigene Marke kreieren', erläutert Ingo Bohlken, Mitglied des Bereichsvorstands. Ob Hochzeit, Taufe, Jubiläum - der PLUSBRIEF INDIVI-DUELL gibt Einladungen, Grüßen und Wünschen eine ganz besondere Note. Der Wegdahin ist denkbar einfach und funktioniert per Mausklick. Im Internetportal www.plusbrief-individuell.de wählt der Kunde zunächst den gewünschten Briefumschlag und den erforderlichen Portowert aus. Dann lädt er das eigene Wunschmotiv bequem online als digitales Bild hoch. Zur Gestaltung der individuellen Marke kann der Kunde zum Beispiel das eigene Bild, alternativ auch ein Motiv aus der digitalen Galerie auswählen, die Bildmotive für verschiedene Anlässe bereithält. Außer der Marke können zudem weitere Bereiche des Briefumschlags mit einem Bild oder Schriftzug versehen werden. Wurde die Bestellung online abgeschickt, treffen die fertig bedruckten Briefumschläge innerhalb weniger Tage beim Kunden ein. Der PLUSBRIEF INDIVIDUELL ist in allen gängigen Briefumschlagformaten und Portowerten für den Versand innerhalb Deutschlands erhältlich. Die innovative Produktidee eignet sich sowohl für spezielle Versandanlässe als auch für den täglichen Gebrauch." Man darf sicher davon ausgehen, daß zwischen dem Eingang der Bestellung und dem Bedrucken eine Prüfung des Motivs - ähnlich wie bei den bisherigen kreativen Plusbriefen für Unternehmen - stattfindet. Daß die individuelle Freimachung offenbar ein großer Erfolg ist, zeigt der neuerliche Vorstoß der Post.

02.03.: Mittlerweile ist die 6. Milka-Grußkarte in Umlauf. Sie befindet sich wiede-rum in einer Pralinés-Schachtel "I love Milka" in der neuen Sorte "Glück" mit "Milchcrème und Knister effekt". Die enthaltene Karte zeigt vier blättrige Klee-blätter und die Inschrift "Viel Glück". Achten Sie auf dieses Angebot bei Ihrem nächsten Einkauf!

02.03.: Der Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels APHV hat die Messeagentur Jan Billion, die seit Jahren erfolgreich Briefmarken-Messen in Essen und Koblenz veranstaltet, mit der künftigen Durchführung der Philatelia und Münz-Expo in eigener Regie beauftragt. Der APHV bleibt ideeller Träger der traditionsreichen Messe, die weiterhin am Standort Köln stattfinden wird. In Zusammenarbeit mit der Koelnmesse, die die Halle zur Verfügung stellt, fanden die Partner im gut gefüllten Kölner Messekalender ein Zeitfenster, das den Ablauf der Veran-staltung über mehrere Jahre jeweils Mitte November in derselben Halle ermöglicht. Die nächste Philatelia und Münz-Expo ist für den 13. bis 15. November 2008 in der Halle 3.1. angesetzt. Die bereits feststehenden Termine für die Folgejahre sind 12. bis 14. November 2009 und 11. bis 13. November 2010. Die Messeagentur Billion wird ein neues Konzept entwickeln, das auf die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse von Ausstellern und Besuchern zugeschnitten ist. Neben der Philatelie in ihrer gesamten Bandbreite soll die Numismatik, ergänzt um Banknoten und Wertpapiere, wieder zum zweiten Standbein der Veranstaltung werden. Für die kommerziellen Aussteller wird ein attraktives Paket aus günstigen Standmieten und zahlreichen Service-Leistungen geschnürt, um damit mehr Firmen an den Rhein zu locken. Am Eröffnungstag der diesjährigen Philatelia und MünzExpo, dem 13. November 2008, er scheinen vier neue Sondermarken der Deutschen Post. Weitere Aktionen und Attraktionen werden eine breite Zielgruppe ansprechen. Die Besucher profitieren außerdem von einer Neugestaltung der Eintrittspreise.

02.03.: Das Jahr 2008 hat die Europäische Union zum Europäischen Jahr des in-terkulturellen Dialoges (EJID) ausgerufen. Mit dem Logo dieser Kampagne werden die Vertretung und die Regionalbüros der Europäischen Union in Deutschland auch auf ihrer Post werben: Voraussichtlich ab März wird es in Berlin, Bonn und München neue Freistempeleinsätze geben, die bis zum Jahresende laufen. Sammler können Abschläge dieser Freistempel gegen Portoersatz erhalten. Senden Sie Ihre adressierten und mit einem Verstärkungskarton gefüllten Standardumschläge (maximal zwei Stück) an folgende Anschriften:
- Berlin: Europäische Kommission, Herrn Backhaus, Vertretung in Deutschland, Poststelle, Unter den Linden 78, 10117 Berlin - Bonn: Europäische Kommission, Regionalbüro, Poststelle, Bertha-von-Suttner-Platz 2-4, 53111 Bonn - München: Europäische Kommission, Regionalbüro, Herrn Thomas Hoffmann, Erhardtstr. 27, 80469 München
Legen Sie für jeden Ihrer Umschläge eine Briefmarke im Wert von 55 Cent (EU-Ausland 70 Cent, Übersee 170 Cent) bei (nicht aufkleben!). Es werden auch Vorlagen für den Ersteinsatztag selbst angefertigt, sofern sie rechtzeitig eintreffen.

02.03.: In einer Stellungnahme des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. (BDB) zur Diskussion "Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken" heißt es:
"Die vom Bund Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) verlegte Fachzeitschrift philatelie berichtete in den Ausgaben 12/2007, 1/2008 und 2/2008 über Beobachtungen und Untersuchungen hinsichtlich der Entstehung von Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken nach einer längerfristigen Aufbewahrung unter Kunststoff-Folien. Das Problem betrifft hauptsächlich Briefmarken bis ca. 1880, aber auch die halbamtlichen Flugmarken Deutsches Reich MiNr. I bis VI. Eine Aufstellung der betroffenen Marken ist abgedruckt in philatelie 367 (Jaunuar 2008) auf Seite 50.
Der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. (BDB) verfolgt die Diskussion mit großer Aufmerksamkeit und nimmt auf der Basis des derzeitigen Kenntnisstandes über mögliche "Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken" wie folgt Stellung: Die Bildung von Bleisulfid, das die Marken schwarz färbt, erfolgt durch eine chemische Reaktion von Blei- und Schwefelverbindungen. Es ist bekannt, daß Druckfarben zur Herstellung von Briefmarken in einzelnen Fällen Bleiverbindungen enthielten, insbesondere bei klassischen Markenausgaben bis ca. 1880. Kunststoff-Folien bestehen aus verschiedenen Grundstoffen (PE, PP, Polyester, PVC). Durch die Zugabe von Zusatzstoffen erhalten die Kunststoff-Folien ihre gewünschten Eigenschaften im Hinblick auf Elastizität und Verformbarkeit (Weichmacher) sowie Haltbarkeit (Stabilisatoren). Bei PVC-Folien zur Aufbewahrung von Briefmarken sind in der Vergangenheit Stabilisatoren auf der Basis von Schwefelverbindungen nachgewiesen worden. In wie weit diese Schwefelverbindungen unter bestimmten Voraussetzungen mit der Markenfarbe bei klassischen Mar-ken bis ca. 1880 reagieren, ist wissenschaftlich - trotz einer Vielzahl durchgeführter Gutachten - nicht geklärt. Beobachtungen und Erfahrungen bei Sammlern und Mitgliedsunternehmen des BDB lassen jedoch darauf schließen, daß unter bestimmten Bedingungen chemische Reaktionen zwischen Bleibestandteilen der Markenfarbe und den Schwefelverbindungen des Stabilisators in der Kunststoff-Folie zur Bildung von Bleisulfid an der Markenoberfläche bei klassischen Briefmarken bis 1880 führen können. Um den chemischen Vorgang der Bildung von Bleisulfid aus Blei- und Schwefelverbindungen zu verhindern, erscheint es aus der Sicht des BDB angebracht, die Bleibestandteile der Markenfarbe so wirksam wie möglich vor dem Kontakt mit Schwefel bzw. Schwefelverbindungen zu schützen. Der BDB empfiehlt daher bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts eine Aufbewahrung von Brief-marken unter Folien mit Stabilisatoren auf der Basis von Schwefelverbindungen zu vermeiden. Anregungen für eine Aufbewahrung bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts finden sich in den o.g. Ausgaben der philatelie."
Von verschiedenen Auktionsunternehmen werden Briefmarken vor und während der Versteigerung zum Schutz vor physischen Beschädigungen kurzzeitig in Folien eingesiegelt. Der BDB verweist in diesem Zusammenhang auf die Hinweise in den Versteigerungskatalogen der Mitgliedsunternehmen, daß diese Folien nicht zur längerfristigen Aufbewahrung von Briefmarken bestimmt sind. Bei einer längerfristigen Lagerung von Briefmarken unter Folien sollten zur Vermeidung von Bleisulfidschä-den schwefelverbindungsfreie Kunststoff-Folien verwendet werden. Welche Kunststoff-Folien "100% schwefelverbindungsfrei" sind, sollte der Sammler bei dem jeweiligen Hersteller bzw. bei seinem Lieferanten verbindlich erfragen.
Alle Hersteller und Vertreiber von Bedarfsartikeln für Briefmarken arbeiten natürlich intensiv mit den Herstellern von Folien an einer Lösung des Sachverhalts. Gleichzeitig hat der BDB im Hinblick auf die derzeitige Diskussion jedem BDB-Mitgliedsunternehmen empfohlen, eine individuelle Klärung der Beschaffenheit und Eignung der verwendeten Schutzfolien mit dem jeweiligen Lieferanten vorzunehmen.


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Februar 2008

03.02.: Die für den 8. Mai geplante Herausgabe der beiden neuen Automatenmar-ken mit den Motiven "Brandenburger Tor" und "Posttower Bonn" ist aus betrieblichen Gründen auf den 24. Oktober 2008 verschoben worden! Mit den neuen Automatenmarken sind eine Reihe von Innovationen verbunden. Dazu gehört die wech-selnde Abgabe von zwei unterschiedlichen Motiven. Eine neue Tinte für den Werteindruck erlaubt die Herstellung im Rollen-Offset-Verfahren. Darüber hinaus wird das Eindrucksfeld für den Wert vom oberen Motivbereich in den unteren Teil der Marken verschoben, und das Euro-Zeichen entfällt. Damit entsteht ein größerer Spielraum für die Motivgestaltung. Die Größe des Werteindrucks bleibt identisch. Die Gestaltung der Marken stammt von dem Dortmunder Designer Prof. Johannes Graf. Gedruckt werden die Marken von der Bundesdruckerei.

03.02.: In den letzten Jahren hat man sich daran gewöhnt, daß sich der Markenverkauf immer stärker zu den Selbstklebenden verlagert. Als Folge dessen gingen die Auflagen der naßklebenden Wertzeichen im Vergleich zu früher sehr stark zurück. Wenn das Motiv aber eine breite Öffentlichkeit anspricht, dann nehmen die Postkunden auch das manchmal als unangenehm empfundene Befeuchten des Gummis in Kauf. Postintern schätzte man den 55-Cent-Wert zum 800. Geburtstag der hei-ligen Elisabeth von Thüringen (MiNr. 2628) scheinbar nicht als eine Marke ein, die das Potential zum Verkaufsschlager haben könnte. Von der Gesamtauflage von rund 10 Millionen Stück gingen 6 Millionen an die Schalter, was zwar gut bemessen, aber nicht deutlich höher als sonst war. Die Postkunden verwendeten die ansprechend gestaltete Sondermarke vom 8. November 2007 wohl verstärkt auch für die Weih-nachtspost, so daß sie nach und nach bei den Postämtern ausging. Sehr gut gelaufen ist auch die Ausgabe "Weltkulturerbe der UNESCO - Limes" vom 11. Oktober 2007 (MiNr. 2623 bzw. Block 72), was für einen größerformatigen Block eher ungewöhn-lich ist. Auch hier könnte - wie bei der Elisabeth-Marke - eine regional unerwartet starke Nachfrage die Ursache gewesen sein. "Die Blockausgabe ‚Limes' und die Sondermarke ‚Elisabeth von Thüringen' sind in den Filialen der Deutschen Post nicht mehr flächendeckend vorrätig", erklärte Stefan Friedl, Leiter der Niederlassung Philatelie in Weiden. "Die vorhandenen Bestände bei der Niederlassung Philatelie lassen einen aktiven Verkauf dieser Postwertzeichen nicht mehr zu. Ein Nachdruck ist nicht vorgesehen. Bei den Sonderpostwertzeichen für den Standardbrief national erfolgt grundsätzlich jeden Monat eine Neuausgabe. Die Auflagen berücksichtigen diesen monatlichen Motivwechsel."

03.02.: Am 13. März kommt ein neues Markenset mit zehn selbstklebenden Exemplaren der 90 Cent "50 Jahre Bundeskartellamt" vom 2. Januar 2008 heraus. Abgelöst wird damit das Markenset "Narzisse" (MH-MiNr. 61), das 2006 in Umlauf kam.

03.02.: Mit über 280.000 Briefen sind 2007 noch mehr Schreiben in Deutschlands beliebtester Weihnachtspostfiliale im brandenburgischen Himmelpfort eingegangen als 2006. Damit wurde der Rekord des Vorjahres nochmals um 1.000 Sendungen übertroffen. Kinder aus 80 Ländern, darunter Sibirien, Uruguay, Eritrea und China, sandten ihren Wunschzettel. Am häufigsten wünschten sich die Kinder übrigens Elektrospielzeug, Handys oder einen Hund. Aber auch Nachdenkliches wie die Bitte nach Arbeit für die Eltern war zu lesen. Die Helferinnen des Weihnachtsmannes beantworteten jeden Brief und zwar in 16 Sprachen.

03.02.: Bis zum Jahresende 2007 hat die Deutsche Post mehr als 600 weitere Postpoints eingerichtet. Zusammen mit den 300 Standorten des Vorgängerformats ergänzen die neuen Verkaufsstellen das heute schon flächendeckende Netz mit 12.600 Postfilialen. Insgesamt ist das Unternehmen nun für seine Kunden an mehr als 13.500 Standorten in Deutschland präsent. Die Postpoints decken den alltäglichen Bedarf der Privathaushalte ab und nehmen Briefe, Päckchen und Pakete an. Verkauft werden außerdem bereits vorfrankierte Plusbriefe, -karten und -päckchen, aber natürlich auch Brief- und Paketmarken. Die Postpoints bieten daneben die Möglichkeit zur Beauftragung von Einschreiben, Nachsendungen und des Lager-services so wie Auskünfte zu Produkten und Preisen. Bei den Postpoints arbeitet die Deutsche Post in bewährter Weise mit Kaufleuten aus dem Einzelhandel zusammen. Dies bietet die Grundlage für eine hohe Kundenorientierung durch handelsübliche Öffnungszeiten. Der Test dieser neuen Angebote ist Teil der 2006 angekündigten weltweiten Serviceoffensive, mit der der Konzern unter dem Namen "First Choice" dauerhaft die erste Wahl für jeden Kunden sein will, wenn es um die Entscheidung für ein Logistikunternehmen geht. Lothar Rogg, Mitglied des Bereichsvorstands BRIEF für Privatkunden/Filialen: "Von dem Probebetrieb versprechen wir uns auch mit Blick auf den zunehmenden Wettbewerb größere Kundennähe, verbesserte Erreichbarkeit und kürzere Wartezeiten. Die Resonanz und Zufriedenheit bei den Kunden werden wir daher ebenso messen wie die Qualität des neuen Filialformats und seine Wirtschaftlichkeit. Ziel der Ausdehnung des bisher auf Dortmund und Bonn begrenzten Pilotprojekts ist es, bundesweite Erkenntnisse zu gewinnen sowie regionale Unterschiede zu erfassen". Wer einen Postpoint besuchen möchte, um sich einen Eindruck von der dort angebotenen Produktpalette zu verschaffen, kann den nächstliegenden über das Kundentelefon 01802/33 33 oder die Website www.deutschepost.de recherchieren. Bei der Filialsuche im Internet über Ort oder Postleitzahl wird angezeigt, wenn es sich um einen Postpoint handelt.

03.02.: Über die eFILIALE der Deutschen Post sowie bei den Poststellen in den PLZ-Bereichen 70 bis 74 ist seit dem 8. Dezember 2007 ein Set von drei Pluskarten Exklusiv unter dem Namen "Fritzle-Set" erhältlich. Der Anbieter preist das Set wie folgt: "Neben dem PLUSBRIEF EXKLUSIV gibt es jetzt auch die PLUSKARTE EX-KLUSIV im Fan-Outfit des Deutschen Fußball-Meisters VfB Stuttgart." Das Dreier-Set kostet 3,75 Euro bei einem Portowert von immerhin nur 1,35 Euro! Vom "PLUSBRIEF DIN-lang" mit Wertstempel 55 Cent "Schloß Bellevue" sowohl ohne als auch mit Fenster sind neue Auftragsnummern zu verzeichnen: die Variante ohne Fenster mit Druckvermerk "C20/1600002347 FSC IMO-COC-24018 BA42767" und die Variante mit Fenster mit Druckvermerk "C20/1600002347 FSC IMO-COC-24018 BA42771". Bei den Eigenausgaben wurde u. a. ein C4-Umschlag mit Fenster, Wertstempel 100 Cent "Tränendes Herz" neben 430 Cent "Rittersporn" und Vorausentwertung "BONN/a/00.00.07/53113" sowie Absenderangabe "Deutsche Post/Zentrale Abt. 1P1/53250 Bonn" bekannt. Das Porto deckt den Versand als Einscheiben mit Rückschein ab.

03.02.: Die IMOS (Internationale Motivgruppen Olympiaden und Sport), das Deutsche Sport- und Olympia-Museum in Köln und das Sportamt der Stadt Köln laden alle sport- und olympiainteressierten Sammler zur IX. Sammlerbörse am 2. März in die Räume des Museums im Zollhafen 1 ein. Ab 10 Uhr öffnen sich die Tore zum Tauschtag. Bis 17 Uhr können die Interessierten nach Schätzen stöbern. Verschiedene Händler haben ihre Teilnahme zugesagt. Es werden zwei geschmackvolle Sonderstempel eingesetzt: Der eine weist auf die Olympischen Spiele 1908 in London hin, der andere auf die Gründung des Deutschen Ruderverbandes vor 125 Jahren in Köln und den Karl-Adam-Gedächtnispreis. Zu einer Autogrammstunde um 12 Uhr erwarten die Veranstalter bekannte Medaillengewinner. Kontaktperson für Belege: Manfred Winternheimer, Postfach, 55270 Schwabenheim (bitte Rückporto nicht vergessen).

03.02.: Es ist rund 30 Jahre her, daß die Briefmarkengruppe "Astronomie & Phi-latelie" ein Sammlertreffen im Planetarium Bochum abhielt. Astronomen sind auch Briefmarkensammler. Oftmals gehen sie den umgekehrten Weg, von der Dokumen-tation und Wirksamkeit ihrer Wissenschaft in der Öffentlichkeit hin zum Sammeln. Bochum entwickelte sich zum deutschen Zentrum der astronomischen Motivphilatelie. In den 1960er und 1970er Jahren erschienen sehr viele Stempel und mehrere Postkarten, die die Bochumer Aktivitäten von Sternwarte und Planetarium zeigten. Sie spiegelten vor allem die Weltraumfahrt und die kultur-astronomischen Aspekte wider. Bis in die Gegenwart hinein sind die Bochumer diejenigen, deren Planetarium und Sternwarte am häufigsten philatelistisch belegbar sind. Auch in diesem Jahr gibt es im Planetarium Bochum ein philatelistischer Höhepunkt und zwar die Ausstellung "Astronomie auf Briefmarken", die noch bis zum 11. April zu sehen ist. Dr. Eckehard Schmidt, Gründungsvorsitzender der ehemaligen Motivgruppe "Astronomie & Philatelie", zeigt Ausschnitte aus seiner Sammlung. Zum Abschluß werden am Wochenende 14. bis 16. April weitere Sammlungen ausgestellt, im Vortragssaal wird getauscht und diskutiert. Das Planetarium Bochum in der Castroper Str. 67 ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Mittwoch und Freitag von 9 bis 20.30 Uhr, Samstag von 13 bis 20.30 Uhr und am Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Auskünfte erteilt auch Dr. Eckehard Schmidt, Brunhildstr. 1 a, 90461 Nürn-berg, Telefon 0911/4 72 09 78, info@wissenschaftsreisen.de, www.wissenschafts-reisen.de/philatelie.html.

03.02.: Nach der Erweiterung der Europäischen Union um zehn Mitgliedsstaaten am 1. Mai 2004 sind nach Slowenien die Staaten Malta und Zypern die ersten, die die Voraussetzungen für die Einführung des Euro erfüllen. Der Beitritt der beiden Mittelmeerländer hat wirtschaftlich keine besonders große Bedeutung. Die Bevöl-kerung in der Eurozone wächst dadurch um 1,2 Millionen auf 317,8 Millionen. Auch beim Bruttoinlandsprodukt halten sich die Auswirkungen in Grenzen. Die Münzensammler sehen die Euro-Einführung in Malta und Zypern allerdings mit anderen Augen, denn in der Vergangenheit haben gerade die Münzen der kleinen Euro-Länder gewaltige Preissprünge gemacht!


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Januar 2008

02.01.: Im Sommer 2007 - lange vor dem Empfang des Dalai Lama durch Bundes-kanzlerin Angela Merkel in ihrem Berliner Amtssitz, der die Beziehungen zu China nachhaltig belastet hat - beantragte die "International Campaign for Tibet Deutschland" (ICT) exklusive Plusbriefe mit Porträts des Dalai Lama im Freimachungsvermerk. Am 15. November kam das Aus für das schon weit fortgeschrittene Vorhaben, das sicher für viel Aufmerksamkeit gesorgt hätte. Die Niederlassung Philatelie in Weiden teilte dem Antragsteller mit: "Wir machen von unserem Rück-trittsrecht gemäß Ziffer 2.4 i. V. m. Ziffer 2.2 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen Plusbrief/Pluskarte Exklusiv der Deutschen Post AG Gebrauch. Bei den von Ihnen gewählten Markenmotiven handelt es sich um solche, die den Geschäftsinter-essen der Deutschen Post und der mit ihr verbundenen Unternehmen zuwiderlaufen und zudem geeignet sind, den Betriebsfrieden der Deutschen Post und ihrer verbundenen Unternehmen zu stören. Dementsprechend liegt ein wichtiger Grund vor, der die Deutsche Post berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten." Die Deutsche Post AG fürchtete wohl Nachteile für ihr Tochterunternehmen DHL, das in China 70 000 Kunden hat. Die "International Campaign for Tibet Deutschland" (ICT) kritisierte die Weigerung der Post scharf. "Der Deutschen Post sind ihre Geschäftsinteressen wichtiger als das Eintreten für einen Friedensnobelpreisträger und international geachtete Persönlichkeit wie den Dalai Lama", äußerte sich ICT-Geschäftsführer Kai Müller enttäuscht in Berlin. "Die Deutsche Post begeht da mit einen Kniefall vor den Befindlichkeiten einer Staatsführung, die für massive Menschenrechtsverletzungen vor allem auch in Tibet verantwortlich ist."

02.01.: Zwischen der Postphilatelie und dem Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) wurde die Ausgabe folgender Messe-Ganzsachen für 2008 einvernehmlich festgelegt:

- 11. Internationale Briefmarken-Börse München 13.-15. März (Wertstempel 55 Cent
- "200. Geburtstag Carl Spitzweg" vom 7. Februar 2008, Ausgabetag 13. März 2008)
- 16. Briefmarken-Messe Koblenz 12.-13. April (Wertstempel 55 Cent "250. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozar"t vom 2. Januar 2006, Ausgabetag 10. April 2008)
- 18. Internationale Briefmarken-Messe Essen 8.-10. Mai (Wertstempel 55+25 Cent Serie "Für den Sport: Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz" vom 13. März 2008, Ausgabetag 8. Mai 2008)
- Briefmarkenmesse International Berlin 3.-5. Oktober (Wertstempel 55 Cent "150. Geburtstag Heinrich Zille" vom 2. Januar 2008, Ausgabetag 4. September 2008)
- 109. Deutscher Philatelistentag Weiden 4.-5. Oktober (Wertstempel 55 Cent "Tag der Briefmarke - Schätze der Philatelie" vom 4. September 2008, Ausgabetag 4. September 2008)
- Internationale Briefmarken Börse Sindelfingen 24.-26. Oktober [Wertstempel "Für die Jugend 2008" (Motiv steht noch nicht fest) vom 4. September 2008, Ausgabetag 9. Oktober 2008].

Darüber hinaus kommen Gedenkganzsachen zu folgenden Themen heraus:

- 100 Jahre erstes Automobilrennen rund um die Erde (Wertstempel 55+25 Cent "Für die Wohlfahrtspflege: 356 B Coupé" vom 9. Oktober 2003, Ausgabetag 7. Februar 2008), - 125 Jahre Deutscher Ruderverband (Wertstempel 55 Cent "Weltkulturerbe der UNESCO: Kölner Dom" vom 6. März 2003, Ausgabetag 13. März 2008), - 100 Jahre DS Alexandra/75 Jahre Dampf-Eisbrecher Stettin/100 Jahre DS Schaarhörn (Wertstempel 55 Cent "Leuchttürme: Hörnum" vom 12. Juli 2007, Ausgabetag 10. April 2008), - 300 Jahre Deutscher Dom am Gendarmenmarkt (Wertstempel 55 Cent "225. Geburtstag Karl Friedrich Schinkel" vom 2. März 2006, Ausgabetag 10. April 2008), - Internationales Polarjahr 2007/2008 (Wertstempel 55+25 Cent "Für den Umweltschutz: Natur weltweit bewahren" vom 10. April 2008, Ausgabetag 8. Mai 2008), Nationalpark Eifel (Wertstempel 55 Cent "Post: Herbst" vom 5. Oktober 2006, Ausgabetag 4. September 2008), - 450 Jahre Hamburger Börse (Wertstempel 55 Cent "50 Jahre Deutsche Bundesbank" vom 9. August 2007, Ausgabetag 9. Oktober 2008).

02.01.: Die "Gemeinschaft der Briefmarkenfreunde Neuguineas" (Kontakt: Jakob Schmitt, Pannesheiderstraat 93 A, 6462 EB Kerkrade, NL, j.k.n.schmitt@lycos.com) hat in ihrem Rundbrief Nr. 127 einen interessanten Artikel über die Postgeschichte von Herbertshöhe (Kokopo) veröffentlicht. In diesem Ort auf Neuguinea nahm 1890 eine deutsche Postagentur ihre Arbeit auf, die dort bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges ihren Dienst versah. Die wechselvolle Geschichte dieses Ortes, den anschließend australische Truppen besetzten, ist mit zahlreichen Abbildungen - auch von verschiedenen, dort von den Deutschen benutzten Stempeln, R-Zetteln etc. - versehen.

02.01.: Im Mitteilungsblatt Nr. 3/2007 der ArGe Bautenserie 1948 e. V. (Kontakt: Ernst Paulsen, Am Mühlbach 12, 30890 Barsinghausen, Telefon 05105/8 11 50, ernst.paulsen@t-online.de) berichtet Dr. Ludwig Puller über eine unzulässige JEIA-Drucksache nach Portugal: "Die gegenständliche Sendung vom 11.9.48 von Hamburg nach Lissabon, Portugal, mit 31 Gramm Gewicht ist als Drucksache ausgewiesen. So-wohl Empfänger als auch Absender sind Firmen, Voraussetzung für die Zulassung von JEIA-Luftpostbriefen. Luftpostdrucksachen waren zur JEIA-Zeit nicht zu-lässig (dies war erst ab 1.12.50 vorgesehen). Der rückseitige Ankunftsstempel ‚Lis-boa 11.SET.48' belegt die tatsächliche Beförderung. Offenbar war dem Schalterbeamten die Unzulässigkeit von Flugpostdrucksachen nicht bewußt, er berechnete 10 Pf für die Auslandsdrucksache und als Europa-Flugzuschlag zweimal 25 Pf, wie für einen Flugpostbrief. Viele Sammler lehnen derartige Belege ab, sie sind ein Zeitdokument, begründet auf die laufend wechselnden und für manche Schalterbeamten zu komplizierten Beförderungsbestimmungen."

02.01.: Nachdem Verbandsprüfer Siegfried Paul vor einigen Monaten die ersten Fälschungen der nicht verausgabten Olympiamarken von 1984 vorgelegt wurden, ist nun auch der erste Block als Ganzfälschung aufgetaucht. Wie die Fälschung zu erkennen ist, wird nicht gesagt. Bei den Einzelmarken führte die Linienzähnung, die es bei der DDR nie gab, auf die Spur. Propagandafälschungen un- oder teilgezähnt Ber-lin Im selben Club-Journal Nr. 48 des Philatelisten-Clubs Berlin-Mitte (Kontakt: Horst Geyermann, Busonistr. 81 (neu), 13125 Berlin, Telefon 030/94 63 26 97, hogeyermann@com puserve.de) berichtet Siegfried Paul über Propagandafälschungen: "Im MICHELDSK sind un- oder teilgezähnte KgUMarken bisher nicht gelistet. Nun werden auf deutschen Auktionen Exemplare verschiedener MICHEL-Nummern, darunter auch SZd 1, mit Prüfzeichen Schlegel angeboten. Was hat es damit auf sich? Dieses Material stammt aus dem Nachlaß des Druckers dieser Marken, das jetzt von seinem Sohn dem Philatelie-Markt zugänglich gemacht wurde. Nach Aussage war es quasi als ‚Andenken' jahrzehntelang im Besitz des Druckers. Es sind dies die MiNr. 1 U, 3 U, 4 U, 5 U, 6 U und SZd 1 U, 7 U, 8 nur senkrecht gezähnt, 9 U, je in einem Druckbogen von 20 Marken. Die Druckbogen sind inzwischen verein-zelt worden."

02.01.: Beim Markenheftchen MiNr. 63 b ist ein Doppeldruck der grauen Schrift durch Verbandsprüfer Horst K. Schmidl bestätigt worden. Auch beim Marken- und dem Randzudruck kann man die doppelten Konturen gut erkennen (Quelle: Arbeitskreis Markenheftchen e. V., INFO 5/2007, Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft: Wolfgang Ludwig, Olympiastr. 6, 65597 Hünfelden, Telefon 06438/ 24 53, luwolf2@aol.com und daborner@aol.com).

02.01.: Pünktlich zur Advents- und Weihnachtszeit stellte der private Postdienstleister "biber post" auch in diesem Jahr eine passende Briefmarke mit lustigem Weihnachtsmotiv vor. Sie hat einen Nominalwert von 0,42 Euro. Die neue Sondermarke der "biber post" ist vom 1. bis 23. Dezember 2007 in den Volksstimme Service-Centern Magdeburg, Stendal und Salzwedel, im Magdeburger Briefmarkenhaus Klatt, auf Anfrage in allen biber post-Verkaufsstellen sowie über die biber post-Hotline (0391/59 99 - 954) und im Internet unter der Adresse www.biberpost.de erhältlich.


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